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Ozonschicht über Arktis nimmt dramatisch ab

Schon länger besteht in der Ozonschicht über der Antarktis ein Loch. Allerdings beobachten Wissenschaftler im Moment auch über dem Nordpol eine rasante Ausdünnung der vor UV-Strahlung schützenden Ozonschicht, die dieses Frühjahr für ein erhöhtes Risiko sorgt.

Ungewöhnlich tiefe Temperaturen in den höher gelegenen Schichten der Atmosphäre sorgen dafür, dass die Ozonschicht über der Arktis derzeit immer dünner wird. Die Tiefen Temperaturen in der Stratosphäre sind ein Effekt der globalen Erderwärmung und des Treibhauseffektes. Durch die tiefen Temperaturen in höheren Schichten der Atmosphäre wird die Bildung aggressiver und Ozon abbauender Substanzen gefördert, dies führt zu einer Ausdünnung der schützenden Schicht.

Diese neue Erkenntnis hat ein internationales Forscherteam gewonnen, das die Ergebnisse von 30 Stationen zur Sondierung der Ozonkonzentration am Nordpol und in der Subarktis miteinander verglichen hat. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die derzeit dünne Ozonschicht über dem Nordpol auch Auswirkungen auf die UV-Belastung in unseren Breiten haben wird. Sie empfehlen deshalb dieses Frühjahr ganz besonders darauf zu achten sich ausreichend vor der Sonne zu schützen.

Die Beobachtung der Wissenschaftler setzt den Trend der letzten Jahren fort, trotzdem sind sie weit davon entfernt Panikmache zu betreiben. Im Gegenteil, die Wissenschaftler der internationalen Forschergruppe sehen darin ein temporäres Phänomen, das sich bis zum Sommer teilweise abgeschwächt haben wird. Langfristig schauen die Wissenschaftler positiv in die Zukunft. Für die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts gehen sie davon aus, dass die getroffenen Maßnahmen zum Schutz der Ozonschicht wie das Verbot von FCKW soweit Wirkung zeigen, dass es keine nennenswerten Zerstörungen der Ozonschicht mehr geben wird. Daran ändert auch der derzeitige Tiefststand der Mächtigkeit der Ozonschicht über der Arktis nichts.

Bild: Jack W Reid/flickr.com

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