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Pädophilie-Affäre: Jürgen Trittin steckt mitten drin

Manchmal holt einen die Vergangenheit wieder ein. Jürgen Trittin macht gerade diese Erfahrung. Der Spitzenkandidat der Grünen bei der Bundestagswahl 2013 wird jetzt mit dem Skandal um die Verstrickung der Partei mit pädophilen Aktivisten in Verbindung gebracht. Die CSU fordert deswegen lautstark seinen Rücktritt.

Anfang der 80er Jahre bildet sich aus der Alternativ-Grünen-Initiativen-Liste (AGIL) die Partei die Grünen. Jürgen Trittin war 1981 der Pressesprecher von AGIL. Er habe damals das Kommunalwahlprogramm der Initiative verantwortet. Und in diesem Programm wird gefordert, dass Sex zwischen Erwachsenen und Kindern straffrei bleiben solle, solange dieser nicht unter Androhung oder gar Gewalt zustande kommen solle.

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt ist deswegen der Meinung, dass Jürgen Trittin nicht mehr für seine Partei tragbar und fordert ihn zum Rücktritt auf: "Trittin muss seine Spitzenkandidatur ruhen lassen", sagte er im FOCUS. Er nennt Trittin gar "Teil eines Pädophilie-Kartells bei den Grünen." Dobrindt weiter: "Statt sich selbst zu stellen und die Karten auf den Tisch zu legen, hat er gewartet, bis er enttarnt und überführt wurde."

Der Grünen-Politiker selbst bedauert, dass man in der Gründungsphase der Partei dem Druck von Interessengruppen ausgesetzt gewesen sei. Er nennt die Forderung nach Straffreiheit für Pädophilie falsch und bedauere, dass man dem nicht energisch genug entgegen getreten sei. "Wir haben es nicht mal hinterfragt, als wir unser Programm zur Kommunalwahl 1981 erstellt haben", gibt Jürgen Trittin zu und sagt: "Es kann keine Straffreiheit für Missbrauch geben." Die damaligen Vorkommnisse nimmt er auf seine Verantwortung gibt zu, dass es sein Fehler gewesen sei.

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