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Papst-Nachfolger: Die Spekulationen haben begonnen

Joseph Ratzinger hatte gestern überraschend seinen Rücktritt als Papst für den 28. Februar mitgeteilt. "Ich habe nicht mehr genug Kraft für mein Amt", so Papst Benedikt XVI. Sein letzter Eintrag auf Twitter lautet: " Wir dürfen der Kraft der Barmherzigkeit Gottes vertrauen. Wir sind alle Sünder, doch seine Gnade verwandelt uns und macht uns neu."

Nach Angaben aus dem Vatikan soll der Nachfolger noch vor Ostern gewählt werden: "Wir sollten Ostern einen neuen Papst haben", äußerte sich der Vatikansprecher Federico Lombardi. Ostersonntag fällt  dieses Jahr auf den 31. März. 15-20 Tage nach dem Rücktritt kann das Konklave zur Wahl des neuen Kirchenoberhauptes beginnen.

Benedikt, seit 8 Jahren im Amt, hatte schon vor einiger Zeit angedeutet, dass er sich vorstellen könne, aus gesundheitlichen Gründen das Pontifikat abzugeben. Am 16. April 2013 wird er 86 Jahre alt.

Für seinen Vorgänger Papst Johannes Paul II. hatte Benedikt fast 20 Jahre als Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation gearbeitet und ist einer seiner engsten Berater gewesen. Die Probleme die Benedikt XVI. aus der Amtszeit des Vorgängers geerbt hat, konnte er nicht lösen. Der Missbrauchs-Skandal hat die katholische Kirche in eine ernsthafte Glaubwürdigkeitskrise gestürzt, dazu kommt die Rehabilitierung von vier abtrünnigen Bischöfen der als reaktionär geltenden "Pius-Bruderschaft".

Eine Liste potentieller Nachfolger von Papst Benedikt XVI. liegt bereits vor:

Kardinal Francis Arinze ist Jahrgang 1932 und stand auch schon vor der Wahl Ratzingers zur Debatte. Kardinal Angelo Scola, geboren 1941 ist Erzbischof von Mailand und heißer Kandidat für das Pontifikat. Kardinal Peter Turkson aus Ghana, Jahrgang 1948, könnte der erste afrikanische Papst werden. Auch Óscar Andrés Kardinal Rodríguez Maradiaga gilt als möglicher Kandidat. Er ist der Erzbischof von Tegucigalpa in Honduras und Jahrgang 1942. Der Brasilianer Kardinal Odilo Pedro Scherer, geboren im Jahr 1949, und der Erzbischof von Quebec, Marc Ouellet, geboren 1944, werden im Vatikan als potentielle Papstkandidaten gehandelt. Darüber hinaus zählen der Kardinal und Wiener Erzbischof Christoph Schönborn, er ist Jahrgang 1945, und der Erzbischof von Genua, Kardinal Angelo Bagnasco, Jahrgang 1943, zu den Kandidaten.

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