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Pegida-Demo: Akif Pirincci mit Skandalrede auf Niveau von Joseph Goebbels

  • Güray Kişmir / Volker Wachen / Twitter

Am 19. Oktober feierte die Bewegung PEGIDA ihr einjähriges Bestehen. In Dresden trafen sich zig tausende Anhänger der rechtspopulistischen Bewegung, die Angst vor einer Islamisierung in Deutschland haben. Einer der Hauptredner war Akif Pirincci. Der deutsch-türkische Schriftsteller feierte Erfolge mit seinem Roman "Felidae" und anderen Veröffentlichungen. In den letzten Jahren fiel er allerdings nur wegen rechtsextremer Hetzparolen und Hass gegen Homosexuelle auf.

Nun sorgte er erneut für einen Skandal. In seiner Rede in Dresden bediente er sich der Rhetorik des 3. Reiches und wählte Formulierungen, wie sie damals wohl auch von Rednern der NSDAP hätten fallen können. Deutsche Politiker bezeichnte Pirincci als "Gauleiter gegen das eigene Volk", Flüchtlinge seien "Invasoren".

Doch damit noch nicht genug. Er benutzte Begriffe wie "Umvolkung" und fabulierte über Muslime, die "Ungläubige mit ihrem Moslemsaft vollpumpen". Das würde mit einer "Moslemmüllhalde" in Deutschland enden. Als die tausende Zuhörer "Widerstand, Widerstand" skandierte, griff der Deutsch-Türke dann ganz tief in die Nazikiste und meinte: "Es gäbe natürlich auch andere Alternativen. Aber die KZs sind ja leider außer Betrieb." Das Publikum quittierte solch geschmacklose Aussagen mit Applaus, was viel über die Gesinnung der angeblich besorgten Bürger sagt.

Doch irgendwann wurde es dem Mob dann doch zu bunt, was Piricci da alles vom Stapel lief. Einige Zuhörer schrien, dass er aufhören solle, andere fingen auch an zu pfeifen, weil ihnen die Worte dann wohl doch zu rechtsextrem waren. Lutz Bachmann, der vorbestrafte Pegida-Gründer, brach die Rede dann nach 25 Minuten ab. Der offizielle Grund sei die fortschreitende Zeit gewesen.

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