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Pete Doherty singt im Radio die erste Strophe der deutschen Nationalhymne

Jaja, es stimmt, es ist wirklich schwierig, auch nur ein paar Tage ohne einen neuen Skandal des Briten Pete Doherty zu überstehen. In der vergangenen Woche überraschte der Musiker und Ex von Kate Moss mit dem Geständnis, im Oktober mit einem Herzstillstand ins Krankenhaus eingeliefert worden zu sein, nun sorgte Doherty bei einem Radioauftritt für fassungslose Gesichter.

Mitten in einem Interview mit dem Bayrischen Radiosender Bayern 2, das im Rahmen des Jugendfestivals 'on3' live vor Publikum aufgezeichnet wurde, stimmte Doherty die geächtete erste Strophe des Deutschlandliedes an. Zwar ist diese – anders als häufig angenommen wird – nicht verboten, allerdings wird bei offiziellen Anlässen stets nur die dritte Strophe mit den Zeilen 'Einigkeit und Recht und Freiheit' gesungen.

Skandalrocker Pete Doherty aber schert sich um Geschichte anscheinend nicht all zu viel, und so schmetterte er selbstbewusst die Zeilen 'Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt'. Das Publikum staunte erst, war dann fassungslos und reagierte mit Buh-Rufen, lauten Pfiffen und wütend erhobenen Mittelfingern.

Doherty und das Deutschlandlied

Wie Spiegel.de berichtet, habe der Bayrische Rundfunk nicht sofort reagiert und ließ Doherty nach dem Ausrutscher einige Lieder spielen. Die Stimmung aber war absolut gekippt, und so holte man den Sänger nach fünf Songs von der Bühne, weil man nicht mehr für seine Sicherheit garantieren konnte. Anschließend BR-Programmchef Rainer Tief: 'Um es britisch zu sagen: We are not amused!'

Aktualisierung 01.12.2009

Der 'böse' Pete Doherty hat sich für seinen Auftritt im Münchner Funkhaus entschuldigt, nachdem der Sender eine Entschuldigung verlangte. So soll seine Sprecherin erklärt haben, dass ihm die kontroverse Natur des Deutschlandliedes nicht bekannt war. Pete Doherty habe selbst jüdische Wurzeln. Diese Erklärung wurde auf dem 'on3'-Radio-Blog veröffentlicht.

Dohertys Manager fügte seinerseits hinzu: 'Pete Doherty bedauert es sehr, falls eine andere Band, die Musiker, Teammitglieder, Besucher oder Zuhörer und der Sender durch seinen Auftritt beleidigt worden sein sollten. Das war nicht beabsichtigt. Er möchte diese Gelegenheit nutzen, um Menschen jeder Hautfarbe und jeden Glaubens dazu aufzurufen, sich zu vereinen und aktiv mit allen gegeben Mitteln gegen das Wiederaufleben rechtsextremer Hassparolen zu kämpfen.'

Bild: YouTube, YouTube

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