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Pinguin schwimmt jedes Jahr 4000 Kilometer zu seinem Lebensretter

Was für eine süße Geschichte: Ein Rentner aus Brasilien hat einem jungen Pinguin das Leben gerettet und seitdem verbindet die beiden etwas, das schon so etwas wie ein familiäres Verhältnis ist. Das Tier nimmt jedenfalls alljährlich eine lange Schwimmstrecke auf sich, um seinen Lebensretter wiederzusehen und einige Monate bei ihm zu verbringen.

Pinguin war voller Öl

Joao Pereira de Souza heißt der Mann, der sich um den kleinen Pinguin gekümmert hat. Er fand den Vogel vor fünf Jahren völlig ölverschmiert am Strand einer Insel nahe Rio de Janeiro. Zuhause reinigte er das völlig verklebte Gefieder und peppelte das schwache Jungtier wieder auf. Der 71-Jährige fütterte es mit Sardellen und nach einigen Tagen ging es Dindim, so nannte er den Pinguin, wieder gut.

Plötzlich war Dindim verschwunden

Eine Woche lang dauerte die Pflege, dann war das Tier wieder bereit, am Meer ausgesetzt zu werden, um zu seinen Artgenossen zurückzukehren. Doch Dindim folgte dem Mann wieder in dessen Haus. Also blieb er elf Monate bei dem Rentner. Bis der Vogel eines Tages verschwunden war. Eigentlich dachte der Maurer und Gelegenheitsfischer, dass er seinen tierischen Freund nie wieder sehen würde. Doch es kam ganz anders.

Jedes Jahr kommt der Pinguin zu Besuch

Nach einigen Monaten war der Pinguin wieder am Strand und erkannte seinen Retter. Dindim folgte Joao Pereira de Souza wieder in dessen Zuhause. Acht Monate blieb er bei dem Mann, bis sich das Tier wieder verabschiedete. So geht das nun jedes Jahr. "Er kommt immer im Juni und schwimmt im Februar wieder nach Hause. Und jedes Jahr wird er noch anhänglicher und es kommt mir so vor, als sei er auch glücklicher mich zu sehen", meint der brasilianische Rentner.

Eigentliche Heimat weit entfernt

Experten meinen, dass das Tier seine eigentliche Heimat in einer Kolonie am Südzipfel Südamerikas hat. Dorthin kehre Dindim angeblich nur zurück, um sich fortzupflanzen. Die Reise bis nach Brasilien ist etwa 4000 Kilometer lang. Aber Dindim nimmt die Strecke jedes Jahr auf sich, hin und zurück. Der Rentner scheint für ihn so etwas wie Familie zu sein. Er wäre der einzige, der ihn anfassen dürfe und jedes Jahr würde Dindim anschmiegsamer werden, sagt der 71-Jährige. Für Biologen ist dies ein ganz neues Phänomen. So etwas sei noch nie vorgekommen, ähnliche Geschichten mit Pinguinen gäbe es nicht.

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