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Politiker aus Swasiland fordert Tätowierung für HIV-Infizierte

Der Staat Swasiland liegt im Südosten Afrikas zwischen Mosambik und Südafrika und ist eines der ärmsten Länder der Welt – zudem leidet es unter einer enorm hohen Zahl von HIV-Infizierten. Experten schätzen, dass bis zu 25% der Bevölkerung mit dem Virus infiziert sein könnte. Und um dieses Problem in den Griff zu bekommen, kam es nun von einem Politiker Swasilands zu einem grotesken Vorschlag.

Timothy Myeni, berühmter Gospelsänger seinen Landes und Mitglied des Parlamentes, verkündete laut einem Bericht der spanischen Zeitung Mundo.es großmäulig, eine Lösung für das Problem gefunden zu haben. So schlug er in der vergangenen Woche vor, dass jeder Bürger Swasilands dazu verpflichtet werden müsse, sich zu testen. Anschließend würden die positiv auf das HI-Virus getesteten Bürger eine Tätowierung auf ihren Allerwertesten bekommen, der sie als Infizierte ausweisen würde.

So einfach also ist für Timothy Myeni das Problem HIV und Aids. "Bevor man anschließend mit jemandem Sex hat, können die Leute dann einfach die Hinterteile ihre Partner kontrollieren, und erst danach mit der Mission fortfahren", sagte er wortwörtlich. Kurz darauf kam es nach einem Aufruf der Zeitung "Times of Swaziland" zu starken Protesten in der Bevölkerung.

Die Zeitung hatte dazu aufgerufen, zu den Vorschlägen von Timothy Myeni Stellung zu beziehen. Kurz darauf ruderte der Politiker zurück: "Es tut mir Leid, dass ich gesagt habe, HIV-Positive sollten sich brandmarken lassen. Ich ziehe meine Forderung zurück, sie war zu diskriminierend." Zwar trat Myeni von dem Vorschlag einer HIV-Tätowierung zurück, seine Forderung aber, dass sich alle Bürger Swasilands auf die Krankheit testen lassen müssten, hielt er aufrecht.

Bild: www.whoswho.de

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