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Probeliegen im Grab

In der Düsseldorfer Altstadt hat ein Pfarrer für Aufsehen gesorgt: Er ließ Passanten in einem Grab probeliegen.

Der evangelische Pfarrer Thorsten Nolting ludt verdutzte Passanten ein, sich ins Grab zu legen und die Auferstehung zu üben.

Die Grube, einen Meter tief und 1,85 Meter breit, entsprach einem echten Grab auf dem Friedhof. Das Innere war mit einer Decke ausgekleidet, daneben Bretter, um die freiwillig Beerdigten in der Kuhle einzuschließen.

Doch was wollte der Geistliche damit bezwecken? Den Menschen nahe bringen, wie das Gefühl einer Auferstehung sei. Nach dem meditativen Liegen im Grab setze eine Art "Befreiung" ein, so der Pfarrer.

In Kirchenkreisen stieß die Aktion, wie bei den Passanten, auf gemischte Reaktionen. So räumt Eva Schüler, Vize-Sprecherin der Evangelischen Kirche im Rheinland, ein: "Es ist schon sehr grenzwertig... Die Menschen wollen sich verstärkt mit den verdrängten Themen Tod und Sterben auseinandersetzen. Aber eher durch Rituale und Gesten, die eher Nachdenklichkeit erfordern, als sich in die Kuhle zu legen.“

Das Video, welches vor Ort gedreht wurde:




Quelle:
Express
Bild: Libär (Flickr)

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