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Promi-Hacker: Zehn Jahre Haft für Christopher Chaney

In der Promiwelt war Christopher Chaney gefürchtet, denn er hackte sich in die PCs und Smartphones der Hollywoodstars ein und kam so an privates und teils pikantes Bildmaterial. Die Schauspielerinnen Scarlett Johansson und Mila Kunis fanden sich deswegen unter anderem nackt im Internet wieder. Johansson fotografierte sich selbst nackt vor dem Badezimmerspiegel, Kunis sah man in der Badewanne liegen.

Doch nun wurde Chaney das Handwerk gelegt. Die Polizei konnte den Wohnort des Hackers ermitteln. Elf Monate Polizeiarbeit waren dafür nötig. Doch dann ging er den Ermittlern in Florida ins Netz. Im Frühjahr bekannte er sich dann vor einem Gericht schuldig, die Stars von November 2010 bis Oktober 2011 ausspioniert zu haben. Er hackte sich in die PCs und Smartphones der zumeist weiblichen Stars ein und verschaffte sich auch Einsicht in deren E-Mail-Accounts.

Dabei fand er auch den Festplatten der Stars pikante Nacktfotos, die er umgehend ins Internet stellte. Das Gericht sah darin eine "unglaubliche Missachtung" der Privatsphäre und verurteilte den Hacker laut dem Promimagazin TMZ.com zu zehn Jahren Haft und 75.000 Dollar Strafe.

Während der Verhandlungen wurden auch die ausspionierten Stars in vorher aufgezeichneten Videos gehört. Scarlett Johansson etwa sagte unter Tränen, dass sie sich erniedrigt und bloßgestellt fühle. Die Tat von Chaney sei verachtenswert und verwerflich. Sängerin Renee Olstead habe sogar an Selbstmord gedacht, als sie Nacktfotos von sich im Internet sah. Sie hoffe, dass das niemandem mehr passieren werde, durch solch eine Tat eines Fremden könne man alles verlieren. Andere Stars, die unter Chaney leiden mussten, waren Christina Aguilera und Mila Kunis.

Zwei weitere Frauen habe der 36-jährige Chaney, der harmlos aussieht wie ein Versicherungsangestellter, über zehn Jahre lang ausspioniert. Eine davon leide heute unter Angst- und Panikattacken und die andere sei depressiv und verwirrt. Der Täter entschuldigte sich vor Gericht noch bei seinen Opfern. Er sagte, er habe nichts dagegen, wenn es ihm untersagt würde, jemals wieder einen Computer zu benutzen. Das wird ihm die nächsten zehn Jahre auch nicht gelingen, denn in dieser Zeit bleibt Christopher Chaney erst einmal weggesperrt.

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