Wie Radioaktivität dem Menschen schadet

Mit der drohenden atomaren Katastrophe in Japan hat das Thema Radioaktivität und die davon ausgehenden Gefahren erschreckend an Aktualität gewonnen. Bei einer Kernschmelze, wie sie in Fukushima möglicherweise schon begonnen hat, könnte es zu einer radioaktiven Verseuchung kommen.

Der Austritt von Radioaktivität kann dabei erhebliche Folgen für die Menschen haben. Je stärker man mit radioaktiver Strahlung in Kontakt kommt, desto gravierender sind die Schäden für den Organismus. Durch die Luft und für den Menschen unsichtbar, werden strahlende Partikel aufgenommen und reichern sich im Körper an. Dort zerstören sie die Moleküle, was bei einer hohen Strahlendosis, wie sie etwa von Plutonium ausgeht, schnell zum Tod führen kann.

Aber auch bei geringerer Strahlenkontamination sind enorme Schäden zu befürchten. So stieg die Krebserkrankungsrate, insbesondere bei Leukämie, bei Helfern und Anwohnern nach dem Super-Gau in Tschernobyl dramatisch an. Radioaktive Strahlung kontaminiert auch die Böden. Viele Pilzarten und die sie fressenden Tiere sind auch in großer Entfernung von Tschernobyl noch heute ungenießbar.

Einen begrenzten Schutz vor den Folgen der Strahlenbelastung können Iod-Tabletten bieten. Werden diese frühzeitig eingenommen, lagert sich das Iod in der Schilddrüse ein und verhindert so die zusätzliche Aufnahme radioaktiven Iods, was insbesondere die Gefahr von Schilddrüsenkrebs reduziert. Der wirksamste Schutz vor Radioaktivität ist es aber eine Kontamination zu vermeiden, indem man sich möglichst weit von der Strahlenquelle entfernt.

Quelle: spiegel.de
Bild: Gunter Panzerfaust/Flickr

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