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Randalierer attackieren US-Botschaft -1 Toter

Bei den gewaltsamen Protesten gegen die Kosovo-Unabhängigkeit in Belgrad ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Serbische Nationalisten hatten gestern nach einer Massendemo die US-Botschaft in Belgrad in Brand gesteckt. Eine Sprecherin der US-Botschaft bestätigte, dass aus dem Gebäude eine Leiche aufgefunden worden sei. Es handele sich dabei jedoch nicht um einen Angehörigen der Botschaft. Insgesamt demonstrierten mehr als 150.000 Menschen gegen die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo.
Der UN-Sicherheitsrat, die USA und EU-Außenbeauftragter Javier Solana verurteilten die Ausschreitungen auf Schärfste.


Nach der Demonstration am Nachmittag hatten jugendliche Randalierer am Abend mehrere Botschaften attackiert. Neben dem Gebäude der US-Botschaft wurde auch das Wachhäuschen der deutschen Botschaft in Brand gesetzt. Bei den Attacken wurden mindestens 90 Menschen verletzt, mehr als 30 davon Polizisten.

Solanas Sprecherin Cristina Gallach bezeichnete die Gewalttaten als "völlig unannehmbar" und rief zu Ruhe und Zurückhaltung auf. Als erster ausländischer Amtsträger war Solana am Mittwoch in das Kosovo gereist, das am Sonntag seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt hatte. Belgrad lehnt die Trennung seiner südlichen Provinz ab, die bereits von den USA und mehreren europäischen Staaten, darunter Deutschland, anerkannt wurde.

Serbiens Präsident Boris Tadic rief ebenfalls zu Ruhe und Zurückhaltung auf.

Video: Die Gewalttaten in Belgrad

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