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Refugees welcome: Wie man für Flüchtlinge spenden kann

Das Thema Flüchtlinge ist in Deutschland derzeit ganz oben auf der Liste. Einige Bundesbürger zeigen sich in dem Zusammenhang zwar von der denkbar schlechtesten Seite, aber insgesamt ist die Spendenbereitschaft hierzulande sehr groß. Wer auch etwas dazu beitragen möchte, dass die vielen Asylsuchenden Hilfe bekommen, sollte diese Hinweise beachten.

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Spendenrekord in 2014

Der deutsche Spendenrat hat bekannt gegeben, dass 2014 ungefähr fünf Milliarden Euro von etwa 22,4 Millionen Deutschen gespendet wurden, so viel wie noch nie. Und auch in diesem Jahr wird es wohl nicht weniger werden. Viele Bürger des Landes wollen den Flüchtlingen helfen, die vor Krieg und Verfolgung ihrem eigenen Land entfliehen. Im Durchschnitt hat damit jeder Deutsche 36 Euro gespendet.

Geldspenden wichtiger als Sachspenden

Die Flüchtlinge brauchen zwar in erster Linie Utensilien wie Kleidung oder Nahrung, doch Geldspenden werden von Organisationen dennoch lieber gesehen. So können sie das Geld gezielt einsetzen und Dinge, die benötigt werden, besorgen. Wer dennoch Sachspenden abgeben möchte, der sollte sich im Vorfeld informieren, was benötigt wird und darauf achten, dass die Utensilien im guten Zustand und sauber sind. Außerdem sollte im Vorfeld sortiert und Kartons beschriftet werden, damit die Mitarbeiter der Organisationen auch wissen, was gespendet wurde. So wird bürokratischer Aufwand wermieden.

Wo man Geld spenden kann

Viele Organisationen nehmen Geldspenden entgegen. Wer sich eine große, renommierte Einrichtung aussucht, der kann sicher sein, dass die Spende auch ankommt. Es kann zum Beispiel die Aktion Deutschland hilft untersützt werden. Darunter fallen dann insgesamt 24 Hilfsorganisationen. Und Bündnis Entwicklung hilft hat immerhin noch sieben Einrichtungen unter einem Dach vereint. Aber dennoch gibt es auch viele, kleine lokale Organisationen, deren Hilfe sehr wichtig ist.

Spendensiegel

Wer sich nicht sicher ist, ob die Organisation auch seriös ist, sollte auf das Spendensiegel achten. Dieses wird vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) seit 1992 vergeben. Findet man es vor, handelt es sich um eine seriöse Organisation. Dennoch sollten nicht alle Unternehmen sofort kritisch beachtet werden, wenn sie das Siegel nicht haben. Denn es ist nicht so einfach, es zu kriegen. Wer gerade erst anfängt, hat keine Chance darauf. Erst nach zwei Jahren tätig und einer Spendeneinnahme von 25 000 Euro pro Jahr wird das DZI tätig. Wer also lieber eine kleine Organisation unterstützt, sollte vorher mit den Verantwortlichen reden. Außerdem können Spenden von der Steuer abgesetzt werden. Dafür benötigt man aber eine Quittung. Bei einer Spende von über 200 Euro reicht ein Einzahlungsbeleg. Allerdings begünstigt das Finanzamt nur Spender, die steuerbegünstigte Zwecke unterstützen.

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