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Regierung plant Gesetz zum Sonnenstudio-Verbot für Minderjährige

Um junge Menschen künftig besser vor den Gefahren von Hautkrebs schützen zu können, plant das Bundesumweltministerium einen Gesetzesentwurf, der Minderjährigen künftig den Besuch von Sonnenstudios verbietet. Wie N-tv.de berichtet, wurde ein vorläufiger Entwurf Sigmar Gabriels (SPD) vom Bundeskabinett verabschiedet.

Grund für das neue Gesetz seien nach Angaben der Regierung die in letzter Zeit akut gestiegenen Neuerkrankungen an Hautkrebs. So erkranken jedes Jahr in Deutschland 250.000 an hellem und 16.000 Menschen an schwarzem Hautkrebs. Diese Zahlen könnten nach Ansicht des Bundesumweltministers durch bessere Prävention und Aufklärung deutlich vermindert werden.

Besonders für Kinder und Jugendliche erhöht sich das Hautkrebsrisiko durch künstliche UV-Strahlung erheblich. Umso besorgniserregender sei es deshalb, dass der Besuch eines Sonnenstudios für viele Jugendlichen mittlerweile fest zum Alltag gehöre. Dies gelte es nun mit dem neuen Gesetz zu vermeiden.

Den Betreibern von Sonnenstudios droht nach in Kraft treten des Gesetzes ein Bußgeld in Höhe von 50.000 Euro, wenn sie Minderjährigen den Zutritt zu den Sonnenbänken gewähren. Besonders gefährlich ist Hautkrebs, da er auch nach über 30 Jahren noch ausbrechen kann – dabei ist er bei frühzeitiger Erkennung in den meisten Fällen gut heilbar. Das neue Sonnenstudio-Verbot für Minderjährige soll nun aber dabei helfen, dass es künftig gar nicht erst dazu kommt.

Bild: Morgan Tepsic (Flickr)

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