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Regisseur Tony Scott nahm sich das Leben

Hollywood und die komplette Filmwelt trauert um Tony Scott. Wie die Los Angeles Times berichtet, habe der gebürtige Brite seinem Leben selbst ein Ende gesetzt, indem er von der Vincent Thomas Brücke in San Pedro, L.A., gesprungen sei. Es würde mehrere Augenzeugen geben, die beobachtet hätten, wie Tony Scott über einen Zaun geklettert sei und sich dann in den Tod gestürzt habe.

Nun fragt sich jeder, wieso der sehr erfolgreiche Regisseur keinen Ausweg mehr sah und den Freitod wählte. Seine Filme wie Top Gun, Staatsfeind Nummer 1, True Romance oder The Fan ließen die Kinokassen klingeln und spielten Millionen ein. Mit seinem ebenfalls sehr erfolgreichen Bruder, dem Regisseur Ridley Scott, betrieb er eine Produktionsfirma. Außerdem berichteten die Medien, dass die Brüder gerade zusammen an einem Filmprojekt arbeiten würden, das den Arbeitstitel "Killing Lincoln" trage.

Der FOCUS spekuliert darüber, ob Tony Scott daran zerbrach, dass die Kritiker seine Actionfilme oft nicht lobten. Ridley Scott sei der geniale Filmemacher, Tony Scott eher der Handwerker. Dem Sender BBC sagte Scott einst, dass er schon nach seinem ersten Film aufgehört habe, Kritiken zu lesen, weil sie "so brutal" sein könnten. Der 68-Jährige wurde oft dafür kritisiert, dass in seinen Filmen weniger die Handlung, dafür eher das Visuelle und die Effekte im Vordergrund stehen. Dabei wurde aber nicht vergessen, lobend zu erwähnen, dass Tony Scott stets optische Perfektion erreiche. Der Regisseur habe über die Jahre eine eigene Bildsprache entwickelt.

Vielleicht waren diese positiven Dinge nicht genug für Scott. Laut der Los Angeles Times habe die Polizei bestätigt, dass der Tote einen Abschiedsbrief hinterlassen habe. Vielleicht erfahren wir bald mehr über die Gründe für den Selbstmord von Regisseur Tony Scott.

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