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Rekordschmelze-Norpolarmeer: Wissenschaftler schlagen Alarm

Nur noch 4,1 Millionen Quadratkilometer sei die Eisfläche groß. Mit großer Besorgnis stellten die US-Forscher dies fest. Dies sei ein neuer Tiefstwert. Das hätten laut dem Focus-Messungen des US-Schnee- und Eis-Datenzentrums an der Universität von Colorado gezeigt. Erst im Jahr 1979 begannen die Satellitenmessungen des Polarmeers. Seitdem lag der Niedrigstwert bei 4,17 Millionen Quadratkilometer aus dem Jahr 2007.

Als Grund für die starke Eisschmelze machen die Wissenschaftler den Klimawandel aus. Auf lange Sicht gesehen erwärme sich das Klima und begünstige so das Wegschmelzen von Eis. Daraus entsteht dann ein Teufelskreis. Denn durch die geringere Eisfläche wird das Sonnenlicht weniger reflektiert und so heizt sich der Ozean mehr auf. Das bedeutet, dass das Klima dadurch wärmer wird und noch mehr Eis wegschmilzt. Früher habe die Arktis Eis gehabt, dass mehrere Jahre Bestand hatte. Heute sei es mehr eine saisonale Eisfläche, heißt es aus Kreisen der Wissenschaftler.

Als die Messungen der Polareises begannen, sei die Eisdecke etwa sieben Millionen Quadratkilometer groß gewesen. Allerdings hätten die Hitzerekorde der vergangenen Jahre dafür gesorgt, dass die Schmelze so dramatisch zunimmt. Allein 13 der 15 vergangenen Sommern hätten jeweils Hitzerekorde gebracht. All das zusammen genommen bewirkt dann das Eisschmelzen am Polarkreis.

Und es kann noch weniger werden, denn ein Ende der Schmelze sehen Forscher noch nicht. Anders als in 2007, dem Jahr als das Polareis bisher den Tiefstwert stellte, seien die meteorologischen Gegebenheiten für eine weitere Rekordschmelze-Norpolarmeer in diesem Jahr durchaus gegeben. Das Wetter begünstigt also das Kleiner werden der Eisfläche am Polarmeer, Forscher nehmen dies bestürzt zur Kenntnis.

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