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Rettung von Chile perfekt – alle 33 Minenarbeiter an der Oberfläche!

Es ist tatsächlich vollbracht – deutlich schneller und unkomplizierter als befürchtet sind nach dem dramatischen Minenunglück von Chile vor über zwei Monaten nun alle 33 Arbeiter aus der Grube befreit worden. In der gestrigen Nacht wurde nun auch der letzte noch verbliebene Kumpel zurück ans Tageslicht geholt, die Freude war auch beim letzten Geretteten ungebrochen groß.

Und wie es sich gehört, war es eben auch nicht irgendwer, der als letzte aus dem Gefängnis tief unter Tage geholt wurde. Um 21.55 Uhr war es Schichtleiter Luis Urzúa, der abgekämpft und müde aber überglücklich aus der Kapsel stieg. Dabei ließ er sich den Spaß nicht nehmen, und richtete seine ersten Worte an Präsident Piñera, der auch ihn mit Tränen in den Augen empfangen hatte: 'Herr Präsident, ich übergebe Ihnen die Schicht und hoffe, dass so etwas nie wieder passiert.'

Es dürfte nicht nur für Urzúa die längste Schicht ihres Lebens gewesen sein, bis zum letzten geretteten Bergmann waren sie insgesamt fast 71 Tage verschüttet gewesen. Und auch die Rettungsaktion hatte es in sich – bis auch Nummer 33 aus den Tiefen ans Licht geholt werden konnte, brauchte es fast 24 Stunden. Das war immerhin schneller als gedacht, zunächst sollten die Rettungsaktionen bis zum Morgen des Freitags andauern, dann aber ging alles sehr reibungslos.

Nie in der Geschichte waren mehr Bergleute über einen längeren Zeitraum verschüttet gewesen, dementsprechend groß war und ist das Medieninteresse auf der ganzen Welt. In Chile feierten die Menschen seit Beginn der Rettung auf den Straßen, Tausende verbrachten die Nacht in ausgelassener Stimmung auf den Straßen überall im Land. 'Die Männer sind andere geworden, und auch Chile ist ein anderes Land geworden', ließ Präsident Piñera etwas pathetisch verlauten.

Insgesamt war es die wohl aufwendigste Bergungsaktion der Geschichte, die Bergungskapsel 'Phoenix 2' wurde eigens vom chilenischen Militär entworfen und angefertigt. Doch das ganze hatte natürlich auch seinen Preis, laut Angaben von Spiegel.de kostete die gesamte Rettungsaktion zwischen 10 und 20 Millionen Euro. Aber man kann davon ausgehen, dass dies den verschütteten Minenarbeiter aus Chile am Ende auch reichlich egal sein wird.

Die letzten Momente der Rettung

Quelle: Spiegel.de
Bild: YouTube

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