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Sarah Palin: Von Misses No-Name zum Star des US-Wahlkampfs

Ihre Ansichten sind konservativ, ihr Auftreten energisch und ihre Kritiker zahlreich, aber trotzdem hat Sarah Palin, Gouverneurin des US-Bundesstaats Alaska, dem Wahlkampf um die US-Präsidentschaft wieder neuen Glamour verliehen.

Gegen Abtreibung, gegen Sexualkundeunterricht in der Schule und auch sonst extrem konservativ ist die 44-jährige fünffache Mutter, die der republikanische Kandidat John McCain überraschend als seine Vizepräsidentin nominiert hat. Doch die ehemalige Schönheitskönigin und Journalistin begeistert inzwischen zumindest die republikanischen Massen und auch der demokratische Gegenkandidat Barack Obama scheint sich langsam Sorgen zu machen wegen der steigenden Popularität der Newcomerin.

Besonders bei Frauen zwischen 40 und 50 Jahren aus der Mittelschicht, das haben jüngste Umfragen ergeben, punktet Sarah Palin. Nicht einmal die Schwangerschaft ihrer Teenagertochter hat dem Image der konservativen Verfechterin einer strengen Sexualmoral geschadet.

Das Lager um Barack Obama muss nun um die Stimmen vieler Frauen fürchten, die traditionell eher Anhänger der auf Frauenrechte bedachten Demokraten sind. Sarah Palin zu nominieren, obwohl sie zunächst völlig unbekannt war und auch politisch nicht besonders erfahren ist, könnte so ein entscheidender Erfolgsfaktor für John McCain gewesen sein. Eins hat der konservative Präsidentschaftskandidat mit der Nominierung auf jeden Fall schon erreicht: Dank Sarah Palin ist der aktuelle Star im US-Wahlkampf nicht mehr der Gegenkandidat Barack Obama.

Hier das Video von Sarah Palins Nominierungsrede

Quellen: ksta.de, n-tv.de, Wikipedia, spiegel.de
Bild: gov.state.ak.us

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