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Sarkozy lässt sich bei Fabrikbesuch extra kleine Arbeiter hinstellen

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy ist einmal wieder in den Fokus harscher Kritik geraten – bei einem Fabrikbesuch in der Stadt Caligny in der vergangenen Woche, soll die Eitelkeit des Präsidenten so weit gegangen sein, dass er sich extra kleine Arbeiter habe auswählen und neben sich stellen lassen.

Zwar ist die exakte Körpergröße Sarkozys ein gut gehütetes Staatsgeheimnis, dass er aber eher nicht zu den Riesen zählt, ist hinlänglich bekannt. Auch seine Frau Carla ist bekanntlich deutlich größer als er selbst. Nun wirft ihm die Opposition vor, der Fabrikbesuch vom vergangenen Donnerstag sei eine "totale Inszenierung gewesen, albern und grotesk".

Eine Mitarbeiterin des Elyséepalastes habe im Vorfeld extra klein gewachsene Mitarbeiter ausgewählt, die an dem PR-trächtigen Auftritt neben dem Präsidenten teilnehmen sollten. Der Stein kam aber erst durch eine Reportage des belgischen Fernsehsenders RTBF ins Rollen. Wie die Süddeutsche berichtet, habe der Sender ein Interview mit einer der ausgewählten Arbeiterin ausgestrahlt.

Darin erklärte diese auf Nachfrage, dass man ihr tatsächlich gesagt habe, wegen ihrer Größe ausgewählt worden zu sein. Und auch ein Belegschaftssprecher von Faurecia bestätigte: "Wir haben aus sicherer Quelle, dass diese Forderung tatsächlich aus dem Elyséepalast stammt." Nun läuft die sozialistische Opposition Sturm gegen den Präsidenten – Sarkozy muss sich für die Inszenierung mit den kleinen Arbeitern rechtfertigen.

Bild: YouTube

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