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Sauna-WM: Russe stirbt im Finale

Bei der Sauna-WM im finnischen Helsinki kam es zu einem tragischen Zwischenfall im Finale, denn der Russe Vladimir Ladyzhenskiy starb nach fast sieben Minuten in der glühend heißen Sauna. Sein Kontrahent Timo Kaukonen aus Finnland kollabierte ebenfalls, ist aber inzwischen über den Berg.

Wie weit darf man gehen, um einen Titel zu gewinnen? Und was darf man Menschen bei einer Veranstaltung, die sich Weltmeisterschaft nennt, zumuten? Diese Fragen müssen nun nach dem tödlichen Zwischenfall bei der Sauna-WM gestellt werden. Dabei geht es eigentlich nur darum, wer die immer weiter steigende Hitze am längsten aushält. Sportlicher Wettkampf ist das eigentlich nicht.

Fast sieben Minuten saßen Vladimir Ladyzhenskiy und Timo Kaukonen schon im Finale in einer 110 Grad heißen Sauna ausgehalten. Alle dreißig Sekunden gab es einen neuen Aufguss. Dabei wird 300 Grad kochend heißer Wasserdampf produziert. Keiner der beiden wollte aufgeben und sie pfiffen auf ihre Gesundheit. Vladimir Ladyzhenskiy bezahlte den Ehrgeiz mit dem Leben.

Die Veranstalter wollten nach über sechs Minuten in dem heißen Schwitzraum das Finale abbrechen, da kollabierten beide Finalisten. Sie hatten schwerste Verbrennungen am Körper und blutige Beine. Timo Kaukonen konnte wiederbelebt werden, beim Russen kamen die Ärzte zu spät.

Nun ermittelt die Polizei, wie der Berliner Kurier vermeldet. Veranstalter Ossi Arvela, der die Sauna-WM seit 1999 durchführt, bedauere den 'tragischen Vorfall'. Er weist aber darauf hin, dass alle Regeln befolgt wurden. Arvela hat aber wohl nicht mit dem menschlichen Ehrgeiz gerechnet, denn für den Russen Vladimir Ladyzhenskiy, der bei der Sauna-WM im Finale starb, waren selbst diese strengen Regeln zu lasch.

Vladimir Ladyzhenskiy stirbt bei der Sauna-WM

Bild: YouTube

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