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Schiffsunglück in Südkorea: 5 Tote, 290 Vermisste - Eltern sahen im TV, wie das Schiff mit ihren Kindern sank

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Schiffakatastrophe in Südkorea: Vor der Küste des asiatischen Staates ist eine Fähre gesunken, laut aktuellen Meldungen sind dabei fünf Menschen ums Leben gekommen. Der Fernsehsender YTN berichtet, dass 164 gerettet werden konnten. Die Zahl der Todesopfer könnte noch steigen, denn derzeit werden noch 290 Menschen vermisst.

Militärtaucher sind nach dem Schiffsunglück in Südkorea im Einsatz, um nach weiteren Überlebenden zu suchen. Es wird vermutet, dass viele Insassen noch auf der Fähre eingeschlossen sind. Von den 459 Passagieren der "Sewol" waren 325 Schüler, die zu einem Ausflug unterwegs waren. Viele Eltern mussten das Unglück am TV ansehen, in dem Wissen, dass ihre Kinder an Bord sind. Über die genaue Ursache der Havarie in Südkorea gibt es noch keine Klarheit.

Die "Sewol" sei wohl auf einen Felsen aufgelaufen, als es sich am Mittwochmorgen (Ortszeit) auf den Weg zur Insel Jeju machte. Um 9 Uhr setzte die Crew dann einen Notruf ab. Ein Passagier sagte dem Fernsehsender YTN, dass er ein "starkes, pochendes" Geräusch gehört habe. Daraufhin sei das Schiff sofort gesunken.

Gerettete Schüler des Schiffsunglücks berichteten, dass sie sich Rettungswesten übergestreift und ins Meer gesprungen seien. "Als das Schiff zu schaukeln und umzukippen begann, sind wir alle hingefallen und ineinander gekracht." Einige erlitten dadurch Verletzungen. Ein anderer Schüler sagte, dass es nur die Durchsage gegeben hätte, ruhig zu bleiben, als das Schiff zu kentern drohte. Niemand habe gesagt, dass man sich retten solle. Die Sucharbeiten nach Überlebenden dauern noch an. Es ist zu vermuten, dass weitere Todesopfer gefunden werden.

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