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Schlosshotel Kronberg: Bombendrohung bei Gerhard Schröder Geburtstags-Feier

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Das Geburtstagsfest von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) am Montagabend im Schloss Kronberg wurde von einem Bombenalarm gestört - alle Gäste, darunter der russische Botschafter, mussten das 5-Sterne-Haus verlassen.

Gegen 19.30 Uhr ging ein anonymer Anruf ein und stoppte kurzerhand den feierlichen Empfang, gesponsert von der Rothschildbank (Gerhard Schröder sitzt dort im Aufsichtsrat). Die Feiergesellschaft befand sich gerade beim Aperitif, die Vorspeise sollte serviert werden. Eine Bombendrohung lag vor und aus Sicherheitsgründen mussten die hochkarätigen Anwesenden sowie das Hotelpersonal das exklusive Schlosshotel verlassen.

Einsatzkräfte der Polizei waren daraufhin mit Spürhunden unterwegs und sicherten die Lage, Sprengkörper wurden aber nicht gefunden. Das Schlosshotel konnte gegen 23 Uhr laut Polizei zumindest in Teilen wieder freigegeben werden und die Feier wurde fortgesetzt. Offiziell kommentiert wurde der Vorfall nicht von der Privatbank Rothschild.

Unter den Gästen bei Schröders Geburtstagsfeier befanden sich neben dem russischen Botschafter in Berlin, Wladimir Michailowitsch Grinin, auch der Deutsche Bank-Vorstand Jürgen Fitschen, der BER-Geschäftsführer Hartmut Mehdorn und Holcim-Verwaltungsratspräsident Wolfgang Reitzle sowie Schalke-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies und der RWE-Chef Peter Terium.

Bereits im Vorfeld der inoffiziellen Nachfeier des 70. Geburtstages von Gerhard Schröder hatte es Drohungen gegeben und auch Demonstrationen waren angekündigt. Grund: Schröders russenfreundliche Gesinnung und seine enge Freundschaft zum russischen Präsidenten Putin. Anlässlich der für Schröder in St. Petersburg ausgerichteten Geburtstagsfeier am 28. April 2014 umarmte der Ex-Bundeskanzler den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Viele empfanden diese Umarmung als unangebracht, wegen der Rolle Russlands in der Ukraine-Krise.

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