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Schockierender Armutsbericht - Jeder achte Deutsche ist arm

Schockierende Tatsachen brachte der neue Armutsbericht der Bundesregierung hervor. Das Dokument, das heute offiziell vorgestellt wird, besagt, dass jeder achte Deutsche in Armut lebt. Jeder vierte ist sogar von starker Geldnot betroffen und muss staatliche Hilfen entgegennehmen, um sich davor bewahren zu können. Besonders gefährdet, in die Armut abzurutschen, sind Langzeitarbeitslose und Alleinerziehende.

Die Kluft zwischen Arm und Reich hat sich dabei zunehmend vertieft. Als arm gilt nach den Angaben des Bundesarbeitsminister Olaf Scholz, wer als Alleinstehender weniger als 781 Euro netto verdient. Reich hingegen nennt er Alleinlebende, denen mehr als 3.418 Euro zur Verfügung stehen. Momentan ist es so, dass Einkünfte der Reichengestiegen, die der Ärmeren hingegen gesunken sind. Scholz dazu: "Das zeigt: Wir haben zu niedrige Löhne in Deutschland und brauchen Mindestlöhne".

Damit heizt der SPS-Politiker die Diskussion um den Sozialstaat, um Arbeitslosengeld, Wohn- oder Kindergeld, weiter an. Eine Teilschuld gab die Linke der rot-grünen und großen Koalition. Zudem verwundere die Debatte über mögliche Steuererleichterung, also die umstrittenen Pläne der CSU, da solche Maßnahmen nur auf dem Rücken von Rentnern oder Arbeitslosen umgesetzt werden könnte. Das käme nicht in Frage, legte Scholz fest.

Wie "Spiegel Online" berichtet, reagieren SPD-Politiker bereits. Sie wollen den Reichen nun an den Geldbeutel. Höhere Einkommen müssten stärker versteuert werden. Von solchen, die mehr verdienen, wird mehr Solidarität erwartet. Die CDU fordert Maßnahmen für bessere Bildung und Ausbildung. Nach den ersten zahlreichen Reaktionen auf die bedrückenden Zahlen, müssen die Vorschläge nun erst mal geordnet und diskutiert werden.

Bild: Mark Härtl (Flickr)

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