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Schriftzug am ehemaligen KZ Auschwitz gestohlen

Unbekannte haben in der Nacht auf Freitag das berühmte Schild über dem ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz mit dem Schriftzug 'Arbeit mach frei' gestohlen. Der Schriftzug gilt als Symbol für das Schicksal von Millionen Menschen während der Nazi-Diktatur.

Zwischen 3.30 Uhr und 5 Uhr sollen die Täter zu Werk gegangen sein. 'Es ist beschämend und eine Entweihung der Stätte, an der Millionen Menschen ermordet wurden', sagte ein Sprecher der Gedenkstätte Auschwitz laut Spiegel online. 'Wer auch immer es gestohlen hat, er wusste, was er tat und wie er es zu tun hat.'

Laut Angaben der Ermittler gäbe es allerdings keine Verdächtige. Und die Täter hinterließen keinerlei Spuren. Spiegel online berichtet, dass die Diebe das Schild durch eine Lücke im Zaun in ein Transportauto schafften. Dort verloren die Spürhunde die Witterung. An der Gedenkstätte sei inzwischen eine Kopie des Schriftzuges 'Arbeit macht frei' angebracht worden.

Als einen 'Akt des Vandalismus ohne Beispiel' bezeichnete es der für den Schutz von Gedenkstätten zuständige Minister Andrzej Przewoznik. 'Bedauerlich und peinlich', nannte es der Vorsitzende der zweiten Parlamentskammer des polnischen Senats Bogdan Borusewicz. Auch in Israel löste die Tat Empörung aus. 'Es ist ein Anschlag auf die Erinnerung an den Holocaust und eine Eskalation jener Elemente, die uns in dunklere Tage zurückführen möchten', sagte Avner Schalev, Präsident der Gedenkstätte Jav Vaschem. In Auschwitz und im benachbarten Lager Birkenau ermordeten die Nazis 1,1 Millionen Menschen, die meisten davon Juden. Nach dem Diebstahl des Auschwitz-Schildes 'Arbeit macht frei' steht die Polizei nun vor einem Rätsel.

Bild: Website City of Mason

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