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Ein Vaginalring zum Schutz vor Aids

Auf dem Markt der Verhütungsmittel gibt es zur Zeit in Deutschland unter anderem den Vaginalring: Einfach nur ein kleiner Ring, der biegbar ist und in die Vagina eingeführt wird. Dort gibt er gleichmäßig Hormone ab und verhindert so die Schwangerschaft. Aber er schützt nicht vor Infektionen - bis jetzt zumindest.

Forscher der Non-Profit-Organisation 'Population Council' haben einen Vaginalring entwickelt und an Affen getestet, der vor der Infektion mit dem HI-Virus schützt.Dazu wurde die Schutzwirkung des Rings getestet, der kontinuierlich oder kurzfristig das Mittel MIV-150 abgibt. Beim Versuch zeigte der Ring eine Wirkung von ca. 80% (getestet wurde gegen eine Placebogruppe, so dass die Wirkung tatsächlich auf den Ring zurückgeführt werden kann). Das bedeutet, dass 15 von 17 Affen sich nicht infizierten, gegenüber 11 von 16 in der Placebogruppe.

Bisher gab es zu diesem Zweck bereits einige Gels, deren Nachteil allerdings darin besteht, dass die Frau sie (in der richtigen Dosis!) regelmäßig oder vorm Geschlechtsverkehr auftragen muss.

Schutz beim Geschlechtsverkehr

Diese Ringe könnten für Frauen (und Männer) eine einfache und sichere Möglichkeit darstellen, sich beim Geschlechtsverkehr zu schützen. Sie können nicht nur in die Vagina, sondern auch in den After eingeführt werden und so beim Analsex schützen. Noch ist die Schutzwirkung zwar nicht ausreichend, um wirklich als "sicher" zu gelten, aber die Ergebnisse weisen in eine positive Richtung. Langfristig möchte Population Council, eine Organisation, die sich der Gesundheit verschrieben hat, einen Ring entwickeln, der bis zu drei Monate nicht gewechselt werden muss und vor verschiedenen Erkrankungen schützt (zusätzlich zu einer Verhütungswirkung). Diese Studie wurde aus Amerika und Schweden finanziert und unterstützt, aber sollte internationale Aufmerksamkeit finden und hoffentlich helfen, die Verbreitung von AIDS langfristig zu stoppen.

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