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Schweiz: SVP Kampagne mit nackten Frauen sorgt für Ärger

Vier nackte Frauen der SVP Kampagne haben in der Schweiz einen kleinen Skandal ausgelöst. Die Mittelstandspartei SVP hatte eine Präsentation für die Ausschaffungs-Initiative veröffentlicht, in der vier nackte Frauen in der Rückenansicht in einem See stehend zu sehen sind - mit Bildtitel 'Zürisee 2010'. An sich erst mal nicht schlimm, doch auf dem nächsten Bild der Ausländerkampagne wird der See 20 Jahre später gezeigt: 'Zürisee 2030' mit badenden Ausländerinnen in verschmutzten Kleidern, Zigarette rauchend im brackigen Wasser suhlend.

Dieses Zukunfts-Szenario auf der Homepage der SVP Wohlen-Anglikon soll unentschlossene Wähler dazu animieren, die Ausschaffungs-Initiative der SVP anzunehmen. Doch die Bilder sorgten für einen Eklat. Einwohnerrats-Präsident Arsène Perroud (SP) war empört: 'Die Präsentation ist sexistisch, frauenverachtend, verletzend und diffamierend auf der ganzen Linie. [...] An mich sind viele Frauen herangetreten, die diese Kampagne als verletzend empfunden haben.'

Doch Jean-Pierre Gallati, Präsident der SVP Wohlen-Anglikon, versteht die Aufregung nicht: 'Ob die Werbung sexistisch ist, soll jeder Wähler selber beurteilen.' Für Perroud war das jedoch zu viel des Guten: 'Ich bin weiss Gott nicht prüde, verstehe sogar sehr viel Spass, Satire und Ironie. Aber irgendwo gibt es eine Niveau-Grenze.' Der kleine Schweizer Skandal zieht immer mehr seine Kreise. Inzwischen weiß man auch, dass die vier nackten Frauen Anna, Angelica, Linda und Paulina heißen und gar keine Schweizerinnen und die Bilder auch nicht am Zürisee entstanden sind.

Das Foto schoß der international bekannte Akt-Fotograf Petter Hegre, der die osteuropäischen Damen für seine Serie 'Shots' fotografierte. Hegre ist auch Herausgeber des Aktfotografie-Magazins 'New Nude' und wurde bei den Erotic Oscars in London zum 'Photographer of the Year' gekürt. Mit dem Schweizer SVP Kampagnen-Skandal profitiert vor allem er.

Quelle/Bild: blick.ch

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