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Schwere Erdbebenkatastrophe in Chile

Nachdem sich am Samstag in Chile eines der stärksten Erdbeben seit Jahrzehnten ereignet hat, ist nun für die betroffenen Regionen der Katastrophenzustand ausgerufen. Im Anschluss galt zeitweise für über 50 Staaten am Pazifischen Ozean eine Tsunami-Warnung, eine weitere große Katastrophe blieb aber glücklicherweise aus.

Wie 'Welt Online' berichtete, hatte das Beben nordöstlich der Stadt Concepción eine Stärke von 8,8 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Damit handelte es sich um das siebtstärkste Erdbeben, das jemals gemessen wurde. Mehr als 70 teilweise sehr starke Nachbeben folgten innerhalb der nächsten 24 Stunden, das Beben löste außerdem einen Tsunami aus, der nach weniger als einer Stunde die Hafenstädte Valparaiso und Antofagasta erreichte.

Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet rief den Katastrophenzustand aus, noch lange bevor die verheerenden Ausmaße der Katastrophe deutlich wurden. Inzwischen ist klar, dass über 700 Menschen ihr Leben verloren. Die Agentur Reuter meldete, dass über 1,5 Millionen Wohnungen teilweise oder völlig zerstört wurden. Strom- und Telekommunikationsnetze brachen zusammen, ebenso musste der internationale Flughafen in Santiago de Chile geschlossen werden. Auch Krankenäuser mussten evakuiert werden und an einigen Stellen fiel die öffentliche Grundversorgung aus.

Die Tsuanmi-Warnung für den gesamten pazifischen Raum hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. So erreichte der Tsunami u.a. zwar Australien und Hawaii, größere Schäden blieben aber aus. In Chile sind dafür vielerorts Plünderer am Werk, als Gegenmaßnahme ist den Bürgern in stark betroffenen Städten eine Ausgangssperre auferlegt worden, außerdem sind 10.000 Soldaten im Einsatz.

- Videoaufnahme des Tsunamis an der Küste Hawaiis

Neben der noch steigenden Zahl der Todesopfer und der Verwüstung im Land müssen die Chilenen derzeit noch mit heftigen Nachbeben rechnen. Außerdem wird das Land direkt wirtschaftlich zurückgeworfen: Beim größten Kupferproduzenten der Welt musste die Arbeit in mehreren Gruben unterbrochen werden. Nun arbeitet die Regierung Chiles einen Aktionsplan aus, um mit Lebensmitteln, Medikamenten und Decken die schwere Erdbebenkatastrophe zu überwinden.

Bild: YouTube

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