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Schweres Erdbeben erschüttert Haiti

Ein schweres Erdbeben erschütterte heute Nacht viele Teile der Karibikinsel Haiti. Das Beben erreichte laut Angaben von US-Geologen eine Stärke von 7,0 auf der Richterskala. Weite des Teile der Insel sind zerstört, Hilfsorganisationen rechnen mit bis zu 1000 Toten.

Das Beben ereignete sich direkt in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince, in der etwa zwei Millionen Menschen leben. Große Teile des Stadtzentrums sind wohl zerstört, vermeldet die Deutsche Welle. Der Nationalpalast, das UN-Gebäude, das Parlament und die Häuser mehrerer Ministerien seien zum Teil eingestürzt. Mexikanische Diplomaten hätten aber berichtet, dass der haitianische Präsident Réne Préval die Katastrophe überlebt hat.

Vor allem die Slum-Gebiete der Hauptstadt des sehr armen Inselstaates seien betroffen, vermelden deutsche Hilfsorganisationen. Krankenhäuser, in denen noch normaler Arbeitsbetrieb möglich ist, seien überfüllt. 'Die Menschen sitzen auf der Straße und beten oder singen', sagte eine Augenzeugin laut DW. Erste Plünderungen sollen bereits stattgefunden haben. Die Kommunikationsmittel auf Haiti seien nahezu komplett unbenutzbar.

Das Epizentrum des schweren Erdbebens habe laut US-Geologen 16 Kilometer von Port-au-Prince entfernt gelegen. Zwölf weitere Beben seien inzwischen erfolgt. Auch Kuba sei leicht betroffen gewesen. Außerdem habe es Tsunamialarm für die Dominikanische Republik und die Bahamas gegeben. Von Schäden dort sei noch nichts bekannt.

Die Erdbebenopfer auf Haiti können auf rasche Hilfe der eigenen Behörden erstmals nicht hoffen, so eine Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Es gebe keinerlei Katastrophenvorsorge, die Menschen seien auf sich gestellt. Die Bundesregierung, so die Welt.de, hat Haiti Hilfe zugesagt und einen Krisenstab eingesetzt, der auch prüfen soll, ob Deutsche unter den Erdbebenopfer auf Haiti sind.

Bericht auf SKY NEWS

Bild: YouTube

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