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Schweres Erdbeben in der Türkei

Ein schweres Erdbeben hat im Osten der Türkei über fünfzig Menschen das Leben gekostet. Zahlreiche weitere wurden verletzt, Häuser und auch die Minarette einiger Moscheen stürzten ein, nach Angaben des Krisenzentrums in Ankara erreichte das Beben eine Stärke von 6,0.

Wie 'Sueddeutsche.de' berichtet lag das Epizentrum des Erdbebens vom Montagmorgen bei der Stadt Karakocan, womit besonders die Orte Okcular, Qukari Kanatli und Kayali betroffen waren. In Panik verließen die Menschen ihre Häuser und aus Angst vor weiteren Erschütterungen verbrachten sie den Rest der Nacht im Freien. Schließlich sollen noch ca. 20 Nachbeben mit Stärken von bis zu 4,1 gefolgt sein, die Agentur Reuters spricht sogar von 30 Nachbeben.

Laut 'FOCUS Online' ist die Zahl der Todesopfer inzwischen auf 57 angestiegen. Es wird davon ausgegangen, dass die Katastrophe noch weitere Opfer fordert. Zahlreiche Menschen liegen noch unter Trümmern vergraben, viele der über 100 Verletzten befinden sich außerdem in einem kritischen Zustand. Am schlimmsten hat es das Dorf Ockular getroffen, dessen zum Teil aus Lehm errichteten Gebäude nahezu völlig dem Erdboden gleich gemacht worden sind.

Die Türkei liegt in einer von Erdbeben stark gefährdeten Zone, weil die Kontinentalplatten Afrikas und Eurasiens aufeinandertreffen. Im Jahr 1999 kamen bei einem Erdbeben im Nordwesten des Landes 18.000 Menschen ums Leben. Aktuell sind Rettungskräfte rund um die Uhr im Einsatz, um nach dem Erdbeben in der Türkei weitere Überlebende bergen zu können.

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