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Scientology: Mysteriöse Todesfälle

Gesundheit, Erleuchtung, die Erhöhung von Lebenskraft und eine reine Persönlichkeit - das sind die Versprechungen der Freikirche Scientology. Doch welchen Preis sind Anhänger der Sekte bereit dafür zu zahlen? Immer öfter werden Fälle von Zusammenbrüchen, Drogenabhängigkeit und sogar der Tod von Mitgliedern bekannt.

Ein bodenständiger Busfahrer, wohnhaft im Kreis Rottal-Inn, kam mit Scientology in Kontakt und geriet in den Bann des Sektenkonzerns. Er belieh nach und nach den Familienbesitz, am Ende war nichts mehr vom Vermögen übrig. Dann brach er eines Tages zusammen und fiel ins Koma - Grund waren Vergiftungserscheinungen. Er starb drei Wochen später an multiplem Organversagen. Was genau mit dem Mann geschehen war, konnte nicht geklärt werden.

Auch der Fall einer Tierärztin aus Augsburg bleibt rätselhaft. Sie war ein hochrangiges Scientology-Mitglied, ein sogenannter "operierender Thetan". Sie beging Selbstmord nachdem sie in Florida, in der Scientology-Zentrale gewesen ist. Bei der Obduktion fand man auffällige Flecken auf ihrer Kopfhaut und Reporter hatten bei Recherchen Briefe von der Frau gefunden, in denen sie über zu viel Arbeit und Stress schrieb. Was sie genau in den Freitod getrieben hat, weiß man nicht. Aber auch sie war hoch verschuldet.

Scientologen wollen "clear" - ein gesäubertes Scientology-Wesen - werden. Teure Persönlichkeitskurse sind dafür nötig, man muss die "Brücke zur Freiheit" beschreiten und auf dem Weg zur Reinheit, werden die Anhänger finanziell geschröpft. Doch nicht nur das Bankkonto wird angegriffen, auch die Persönlichkeit der Mitglieder verändert sich häufig. Familienmitglieder und Freunde werden kontinuierlich aus dem Leben der Scientologen verbannt. Das macht es so schwierig, Einblick in die wahren Zusammenhänge zu bekommen, selten dringen Informationen nach draußen.

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