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Sebastian Münster verurteilt zu sechseinhalb Jahren Gefängnis

Wie der Köln Stadt-Anzeiger mitteilt, muss Sebastian Münster wegen schweren Raubes und Vergewaltigung ins Gefängnis. Der Schauspieler wurde gestern am Bonner Landgericht zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem er vor acht Jahren unter dem Einfluss von Kokain eine Mutter und ihre Tochter überwältigt, ausgeraubt und zum Oralverkehr gezwungen hat.

Münster war bis zu seiner Verhaftung als Schauspieler in Fernsehserien und am Theater bekannt. Zuletzt spielte er am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden, wo er nach einer Aufführung festgenommen worden ist. Münster zeigte sich aber von vorne herein als geständig und drückte sein Bedauern über die Tat aus.

Der vorsitzende Richter berücksichtigte das Geständnis und die Drogenabhängigkeit als mildernden Umstand bei der Urteilsfindung. Der Richter betonte sogar, dass der angeklagte Münster ohne die Sucht nach der Droge, gar nicht erst vor Gericht stehen würde. Münster hatte zugegeben, dass seine Kokainsucht ihn zu dem Verbrechen verleitet hat.

Münster muss jetzt erst einmal anderthalb Jahre einsitzen, bevor er in eine Entziehungsanstalt kommt, in der er zwei Jahre lang eine Drogentherapie machen wird. Sollte er die Maßnahme erfolgreich hinter sich bringen, könnte er den Rest der Strafe auf Bewährung in Freiheit verbringen.

Den geschädigten Frauen hatte er bereits im Vorfeld der Verurteilung ein Vorabschmerzensgeld von 9000 Euro gezahlt, das den traumatisierten Frauen aber kaum ein Trost sein dürfte. Sebastian Münster kann sich jedenfalls mit der Verurteilung zu sechseinhalb Jahren Gefängnis von seiner Karriere als Schauspieler verabschieden.

Bild: Sat 1 Homepage

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