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Vergewaltigungen im Tierreich: Seebären vergehen sich an Pinguinen

Vergewaltigungen im Tierreich gibt es und geben der Wissenschaft viele Rätsel auf - denn auch bei Tieren geschehen verstörende Dinge. So ist jetzt bekannt geworden, dass auf der Marion-Insel in der Antarktis Seebärenbullen Königspinguine vegewaltigen. Inzwischen gibt es sogar Videos von den Vorgängen - denn dies geschieht wohl nicht nur in Einzellfällen, sondern tatsächlich häufiger. Forscher und Wissenschaftler haben bisher keine Erklärung dafrür, was dieses seltsame Verhalten auslöst. Es wird vermutet, dass die jungen, männlichen Seebären in der Paarungszeit unter sexueller Frustration leiden und sich deswegen an den Pinguinen vergehen.

Die Videos sind schon ein erschreckender Anblick. Ein großer Seebärenbulle liegt auf einem viel kleineren Pinguin und hält diesem mit seinen riesigen Flossen in Schach. Dabei versucht er, das hilflose Tier zu penetrieren. Es handelt sich dabei immer um Seebärenbullen, die Pinguine sind allerdings sowohl männlich, als auch weiblich. Die Opfer versuchen sich, mit Bissen aus der Umklammerung zu befreien, aber haben keine Chance.

Ab und zu kam es zu einer tatsächlichen Penetration. Anschließend ließen die Seebärenbullen die Pinguine wieder laufen. Nur in einem Fall wurde das Opfer danach getötet und verspeist. Das sei aber, laut der Website von n-tv schon eher normales Verhalten. Denn Pinguine gelten auf den Marion-Inseln bei Seebären als Beutetiere. Mindestens vier Fälle der Pinguin-Vergewaltigungen sind den Forschern inzwischen bekannt. Zunächst dachten sie, dass es sich um einen kuriosen Einzelfall handele.

Nun wird darüber gerätselt, was dieses seltsame Verhalten auslöst. Die Wissenschaftler glauben, dass es sich um erlerntes Verhalten handele, bei denen sich die Seebärenbullen eine Belohnung holen würden. Andererseits könne es auch sexuelle Frustration zur Paarungszeit sein. Auf der antarktischen Insel sei die Population an Seebären schnell gewachsen, so dass viele junge Seebärenbullen noch keinen Harem an weiblichen Tieren haben. Dieses Manko könnten sie an den Königspinguinen auslassen.

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