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Shahrukh Khan spaltet Indien

Weil Indiens Bollywoodstar Shahrukh Khan bei seiner Einreise in die USA gesondert durchsucht und abgecheckt wurde, ist der Schauspieler empört und verärgert. Seine Fans werfen laut spiegel.de Amerika sogar Rassismus vor, andere wiederum fragen sich, ob die Empörung von "King Khan" tatsächlich gerechtfertigt ist.

Er ist der vielleicht bekannteste Bollywood-Schauspieler. Shahrukh Khan ist in der asiatischen Welt berühmt. Aber anscheinend nicht in den USA. Khan war auf dem Weg zu Südostasien-Unabhängigkeitsfeiern in Chicago und Houston. Indien und Pakistan feierten gemeinsam in den USA ihre Unabhängigkeit. In ihren Ländern ist dies nicht möglich, weil sich beide Regierungen zu Feinden erklärten. Die Menschen sehen das aber anders, deswegen organisierten sie ihre Feste in den USA.

Khan wurde am Fughafen von Zollbeamten aufgefordert, einen Raum zu betreten, in dem offensichtlich nur muslimische Fluggäste waren. Der Bollywood-Star sei laut spiegel.de verärgert gewesen und hätte nicht vorgehabt, diese demütigende Kontrolle über sich ergehen zu lassen. Nach einigen Telefonaten meldete sich ein indischer Diplomat und erklärte den Beamten, wer Khan sei. Doch auf die Amerikaner machte das anscheinend keinen Eindruck. Sie ließen Khan weiter warten. Am Ende erklärten sie dem Schauspieler, dass die Wartezeit aufgrund eines fehlenden Gepäckstücks zustande kam.

Spiegel.de berichtet weiter, dass Khan noch am Flughafen Reporter anrief und ihnen in die Blöcke diktierte, dass er schikaniert worden sei und dass er sich gedemütigt fühle. Auch seine Aussage, dass er ein Filmstar sei, habe nichts genutzt. In Großbritannien werde er immer wie ein Staatsgast behandelt und per Limousine abgeholt. In die USA wolle er laut eigener Aussage, nie wieder reisen.

Die Fans von Shahrukh Khan stimmen ihrem Idol zu. Sie werfen Amerika nun Rassismus vor, berichtet spiegel.de. Andere Inder fragen sich allerdings, mit welchem Recht ein Filmschauspieler eine Sonderbehandlung einfordern darf. Im Internet fragen sie, ob sich Khan für etwas Besseres halte. In einer Zeitung schrieb ein Kolumnist, dass Indien seine Stars und VIPs wie Götter behandele und dass damit nun Schluss sein müsste. Und Khans Schauspielkollege Emraan Hashmi erklärte, dass auch in Indien Muslime diskriminiert würden. Er habe das am eigenen Leibe gespürt.

Shahrukh Khan rudert nun zurück. Die ganze Sache sei "no big deal" gewesen, sagt er plötzlich. Er wünsche sich auch keineswegs eine Sonderbehandlung. Und außerdem habe er sich nicht wegen seiner Religion schlecht behandelt gefühlt. Die Vorschriften müssten eben eingehalten werden, sagte Khan laut spiegel.de. Soviel Wind und Ärger darum, dass Bollywood-Star Shahrukh Khan bei seiner Einreise in die USA gesondert abgecheckt wurde.

Bild: YouTube

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