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Sicherheit in Italien – 3.000 Soldaten im Einsatz

Die neue alte Regierung Italiens macht ernst – im Rahmen der versprochenen Sicherheitsoffensive macht die rechtskonservative Regierung Nägel mit Köpfen und setzt wie angekündigt 3.000 Soldaten im Innern ein. Nun sollen diese gemeinsame Sache mit den Polizisten und den Carabinieri machen.

Wie Robert Maroni, Innenminister von der Partei Lega Nord, nun öffentlich erklärte, sollen die eingesetzten Soldaten in besonderem Maße zum Schutz sog. "sensibler" Orte eingesetzt werden. Darunter fallen wohl Botschaften oder Denkmäler in großen Städten.

Weiter sagte Maroni etwas umständlich: "Von diesen 3000 Soldaten sind 2000 vorgesehen zur Weiterentwicklung der Überwachung, 1000 insbesondere für die Bewachung der früher so genannten zeitweiligen Auffanglager von außen, und das in zahlreichen Provinzen, und 1000 der erstgenannten 2000 für die Überwachung sensibler Ziele in den drei großen Städten des Landes, Rom, Mailand und Neapel. "

Die Innere Sicherheit ist das Leitthema der neuen Regierung, insbesondere das der Lega Nord. Allerdings stoßen die neuen Beschlüsse kaum auf breite Zustimmung. Auf der einen Seite spricht sich die Polizeigewerkschaft gegen den Soldateneinsatz aus. Diese argumentiert, die Polizei könne die Aufgaben besser bewältigen. Schließlich gehe es bei der Polizeiarbeit anders zu als an der Front.

Und auch die Opposition sieht in der Aktion nicht mehr als blinde Kosmetik. Sie argumentiert, die Regierung wolle damit einfach nur fehlende wirkliche Investitionen in die innere Sicherheit kaschieren. Die 3.000 Soldaten, die Berlusconis Regierung nun in Italiens Städten einsetzt, scheinen also mindestens genauso viele Probleme zu schaffen, wie sie eigentlich lösen sollten.

Quelle: Tagesschau.de
Bild: Chris Yunker (Flickr)

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