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Skandal bei Neon: Interviews gefälscht

Skandal in der deutschen Medienlandschaft: Das Magazin 'Neon' wurde jahrelang von einem seiner Autoren getäuscht und mit frei erfundenen Interviews beliefert. Der Schwindel fiel auf, weil das Management von Beyoncé sich an ein angeblich stattgefundenes Interview nicht erinnern konnte und in der Redaktion nachfragte.

In der Januar-Ausgabe von 'Neon' war das angebliche Interview mit Superstar Beyoncé abgedruckt. Ingo Mocek, Pauschalist bei dem Magazin, will das Gespräch am Rande einer Preisverleihung geführt haben. Das Management von Beyoncé hatte für diesen Tag aber keine Interviewtermine vereinbart. Auch ein deutscher Mitarbeiter des Managements wusste nichts von einem Interview. So flog der Schwindel laut Hamburger Abendblatt auf.

Der verantwortliche Autor Ingo Mocek wurde sofort mit den Vorwürfen konfrontiert. Der freie Journalist gab dann auch sofort zu, dass er das Interview erfunden habe. Er täuschte die gesamte 'Neon'-Redaktion und auch die deutsche Plattenfirma von Beyoncé, die die ganze Zeit davon ausging, dass das Interview stattgefunden habe. 'Neon' beendete die Zusammenarbeit mit Ingo Mocek sofort.

Im weiteren Verlauf der Aussprache wurde das ganze Ausmaß des Skandals deutlich. Denn Ingo Mocek spielte nicht nur bei Beyoncé mit falschen Karten. Schon vor sechs Jahren türkte er offenbar ein Interview mit Guns’n’Roses-Gitarrist Slash. Vor vier Jahren entstand ein Interview mit Christina Aguilera in seinem Kopf. Und auch von Snoop Doggy Dog und Jay-Z lieferte er gefälschte Gespräche ab. Was das für weitere Konsequenzen für Ingo Mocek, der jahrelang Interviews fälschte, die das Magazin 'Neon' ahnungslos veröffentlichte, haben wird, steht noch nicht fest.

Bild: Neon

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