Excite

'So goodbye....' - Souldiva Whitney Houston ist tot

Whitney Houston, 'The Voice', ist tot. Die Nachricht hat nicht nur die Fans einer der letzten Soul-Divas, sondern die ganze Musikbranche erschüttert. Im Alter von 48 Jahren ist die Pop-Queen am Samstag tot in einer Badewanne im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles aufgefunden worden, nur wenige Stunden vor einem der glamourösesten Events, das die Musikwelt kennt - der Verleihung der Grammy Awards.

Bei der 54. Grammy-Gala sollte die Sängerin geehrt werden. Während im Ballsaal des 'Beverly Hilton' die letzten Vorbereitungen für die Vorab-Party liefen, fand sie ein Bodyguard gegen 15 Uhr (Ortszeit) bewusstlos im vierten Stock des Hotels. Rettungssanitäter konnten nichts mehr für sie tun. Um 15.55, 1 Uhr nachts in Deutschland, wurde die Sängerin für tot erklärt. Doch 'The Show Must Go On' – und aus der Veranstaltung wurde eine Abschiedsgala für einen ihrer größten Stars.

Warum starb die Souldiva so jung? Sicher ist: Amerikas Queen of Pop kämpfte seit Jahren mit schweren Drogen- und Alkoholproblemen. Im letzten Jahr musste sie wieder in eine Entzugsklinik eingeliefert werden. Mit einem Verbrechen sollte Whitneys Tod aber nichts zu tun haben: 'Wir haben keinen Hinweis auf eine Straftat von außen. Wir untersuchen noch, aber offenkundige Hinweise auf Gewalteinwirkung gibt es nicht', sagte Polizist Mark Rosen. Nun liegt ein erstes Obduktionsergebnis vor: Offenbar ertrank die Pop-Diva.

Ihre unvergessliche Stimme sorgte für Gänsehaut, ihr Song 'I Will Always Love You' wurde zur Liebeshymne weltweit. Dabei wurde ihr das Talent buchstäblich in die Wiege gelegt. Die Sängerin wurde am 9. August 1963 in Newark bei New York geboren. Ihre Mutter Cissy Houston war eine leidenschaftliche Gospelsängerin, ihre Cousine war Dionne Warwick, Soul-Queen Aretha Franklin ihre Patentante. Die junge Whitney wurde mit zwanzig von Musikproduzent Clive Davis entdeckt: Er war hingerissen von ihrer Stimme, die drei Oktaven umspannte.

In den Achtzigern und Neunzigern veröffentlichte sie vier Alben: 'Whitney Houston' (1985), 'Whitney' (1987), das Soundtrackalbum zum Film 'Bodyguard' (1993) und 'My Love Is Your Love' (1998). In Bodyguard stand Whitney als Sängerin an der Seite von Kevin Costner, der Film brachte drei Grammy-Awards und sieben Oscars ein. Dank des Riesenhits 'I Will Always Love You' verkaufte sich das Album 44 Millionen Mal.

Doch der Erfolg blieb nicht ohne Folgen. Zeitgleich zum zunehmenden Ruhm begann auch Houstons Absturz. Nicht nur machten Berichte über Alkohol- und Drogenexzesse die Runde in der Boulevardpresse, auch ihre Ehre mit R&B Sänger Bobby Brown wurde zu einem verehrenden, öffentlichen Spektakel. 2004 bekannte sie sich zu ihrer Sucht. 'Ich habe mir die Seele aus dem Leib gefeiert'. Die Scheidung folgte dann 2007.

Entziehungskuren und Comeback-Versuche der Sängerin scheiterten. Vor zwei Jahren wurde ihre Tournee Negativschlagzeilen geprägt: Auf Konzerten hagelte es Buh-Rufe und Pfiffe, Fans waren von Gesang und Auftritten sehr enttäuscht. Die Drogen hatten sie ruiniert.

Ein Video auf Youtube zeigt sie am Vorabend ihres Todes in einem Nachtclub. Sie steht mit Kelly Price auf der Bühne, und singt den Gospel-Klassiker 'Jesus Loves Me'. Doch ihre Stimme krächzt. Einige Stunden später stirbt sie in ihrem Hotelzimmer, alleine. Die Grammy-Gala auf der sie einst so oft im Mittelpunkt gestanden hatte, sollte wie geplant stattfinden. Jennifer Hudson singt zu ihren Ehren. The Show must go on....

Whitney Houstons letzter Auftritt einige Stunden bevor Sie starb:

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016