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So können Sie für die Opfer der Taifun-Katastrophe 2013 auf den Philippinen spenden

Es war der wohl größte Taifun, der je auf Land getroffen ist: "Haiyan" hat am Freitag weite Teile der Philippinen zerstört und hinterließ eine Schneise der Verwüstung über Hunderte von Kilometern! Die Bilder sind denen der verheerenden Tsunami-Katastrophe im Jahr 2004 ähnlich: Tausende zerstörte Häuser und hilflose Überlebende, die in den vielen Trümmern verzweifelt ihre Angehörigen, nach Essbarem und nach Trinkwasser suchen. Hilfe wird dringend benötigt! Sie erreicht die Bedürftigen aber nur langsam - außerdem sind viele Gebiete auf dem in Inseln zerklüfteten Land noch immer von der Außenwelt abgeschottet.

Nach Schätzung der Behörden sind bei dem Taifun zehntausende Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Millionen Überlebende sind nun auf Hilfe angewiesen - sie sind obdachlos und suchen in den Trümmern verzweifelt nach Essen und Trinkwasser. Hilfe kommt aber nur schleppend in der Region an, weil auch Flughäfen und Straßen komplett zerstört sind.

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Deutschland hat den Philippinen bereits 500 000 Euro Soforthilfe zugesagt: "Deutschland will helfen, Deutschland wird helfen", erklärte Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP). In Absprache mit Botschaften und den Krisenstäben werde so bals als möglich entschieden, "was noch darüber hinaus an Hilfe geleistet werden kann." Angaben des Roten Kreuzes zufolge, kam am gestrigen Sonntagabend ein erstes Versorgungsschiff mit 140 Tonnen Hilfsgütern im Hafen von Tacloban an. In Frankfurt wurden 25 Tonnen Hilfsgüter wie Decken, Zelte und Medizintechnik verladen und auch Experten des Technischen Hilfswerks (THW) befinden sich auf dem Weg nach Manila, um um mögliche Einsätze vor Ort zu erkunden.

Die Behörden in Manila appellierten an die phillippinische Bevölkerung, sich in Geduld zu üben: Viele Menschen in der Katastrophenregion hatten in ihrer großen Verzweiflung die Geschäfte geplündert und Hilfskonvois ausgeraubt. Lokalmedien berichten, in Tacloban solle eine Ausgangssperre verhängt werden: "Die Leute sagen, die Situation zwingt die Menschen zu Verzweiflungstaten", so ein Polizeisprecher Reuben Sindac. "Wir haben Verständnis, aber wir können keine Anarchie akzeptieren." Die Polizei habe Hundertschaften zur Verstärkung geschickt. Präsident Benigno Aquino hat das Katastrophengebiet bereits besucht und die Frage aufgeworfen, weshalb die Behörden nicht mehr Menschen in Sicherheit gebracht habe.

Der Taifun ist unterdessen auch auf die Küste von Vietnam getroffen - allerdings schon deutlich abgeschwächt. Trotzdem meldeten die Provinzen nördlich von Hanoi heftige Winde, starke Regenfälle und diverse Überschwemmungen. Auch die populäre Ha Long-Bucht sei betroffen - Angaben des Katastrophenschutzes zufolge, wurden dort Bäume entwurzelt. Francis Markus, ein Sprecher des Roten Kreuzes, sagte: "Wir sind froh, dass der Sturm nicht so schlimm war wie zunächst befürchtet."

Wer für die Taifun-Opfer spenden möchte, kann sich an diverse Hilfsorganisationen wenden, denn viele haben eigens für die Philippinen Spendenkonten eingerichtet:

- Aktion "Deutschland Hilft": Konto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00, Stichwort: "Taifun Haiyan"

- Deutsches Rotes Kreuz (DRK): Konto 414141, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00

- Unicef: Konto 300 000; Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00, Stichwort "Taifun"

- Kindernothilfe: Konto 45 45 40, Bank für Kirche und Diakonie eG – KD Bank, BLZ 350 601 90, Stichwort: "Z57482, Soforthilfe Philippinen"

- Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00, Stichwort: "Nothilfe Taifun"

- Malteser Hilfsdienst e. V.: Konto 120 120 001 2, Pax-Bank, BLZ 370 601 20, Stichwort: "Taifun"

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