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Soul-Legende Solomon Burke ist tot

Soul-Legende Solomon Burke ist am Wochenende im Alter von 70 Jahren verstorben. Der Amerikaner brach am Sonntagmorgen am Flughafen von Amsterdam zusammen. Bislang ist die Todesursache laut 'Los Angeles Times' zwar nicht eindeutig geklärt, alles deutet jedoch auf einen Herzinfarkt hin. Der Grammy-Gewinner hat seit 1962 stolze 36 Alben und unzählige Singles veröffentlicht, der Musiker hinterlässt 21 Kinder, 90 Enkel und 19 Ur-Enkel.

Der 1940 geborene Burke kam schon in seiner Kindheit mit Gospelmusik in Berührung und war in der Kirche seiner Großmutter schon früh bekannt, weil er bereits im Alter von neun Jahren vor der Gemeinde predigte. Als junger Erwachsener hielt er sich zunächst ans Predigen und obwohl er bereits Mitte der 50er-Jahre zwei Platterverträge erhielt, floppten die ersten Veröffentlichungen durchgehend.

Mit dem Vertrag bei Atlantic Records kam 1960 schließlich der Erfolg. Burke veröffentlichte Evergreens wie 'If You Need Me' und 'Everybody Needs Somebody to Love', 1965 folgte sein größter Hit mit 'Got to Get You off My Mind'. Anfang der 70er-Jahre ließ sein Erfolg nach, nachdem Solomon Burke einige Mal sein Label gewechselt hatte, zog er sich 1975 zunächst komplett aus dem Musikgeschäft zurück. Nach neun Jahren nahm er neue Songs auf, trotz eine soliden Fangemeinde blieb der große Erfolg aus. Im Jahr 1987 kehrte er dem Business erneut den Rücken, konzentrierte sich auf seine Familie und baute ein Bestattungsunternehmen auf.

Aber auch für das bewegte Leben des Solomon Burke war noch ein Comeback vorgesehen: Ab 1993 fing er an Blues-Alben zu veröffentlichen und wurde mit Preisen überhäuft. Im Jahr 2001 nahm man ihn in die Rock and Roll Hall of Fame auf, 2003 folgte der Grammy für das Blues-Album 'Don't Give Up On Me'.

Zuletzt hatte das Schwergewicht aus Philadelphia das Album 'Nothing’s Impossible' herausgebracht und noch diesen Monat sollte mit 'Hold on Tight' ein Longplayer mit der niederländischen Band De Dijk folgen. Wegen eines gemeinsamen Auftritts war Solomon Burke am Wochenende auch nach Amsterdam geflogen, wo er schließlich kurz nach Verlassen des Flugzeugs verstarb.

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