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Spanien: Anschlag der ETA auf Polizeikaserne in Burgos

Am Mittwochmorgen detonierte vor einer Polizeikaserne in der nordspanischen Stadt Burgos eine Autobombe und richtete erheblichen Schaden an. Die Behörden gehen davon aus, dass die baskische Untergrundorganisation ETA hinter dem Anschlag steckt. Auch wenn niemand bei der Explosion ums Leben kam, wurden unter anderem zwei schwangere Frauen sowie sechs Kinder verletzt.

Die Terroristen hatten laut Informationen von RP-Online einen Kleintransporter gegen vier Uhr morgens vor dem Gebäude der Guardia Civil an der Rückseite des Gebäudes geparkt, dort befanden sich die Unterkünfte der Polizisten und ihrer Familien. Insgesamt wurden durch die Explosion 46 Menschen – teilweise nur leicht durch herumfliegende Splitter – verletzt.

Die Detonation der Autobombe war verheerend – alle 14 Etagen der Polizeikaserne wurden stark beschädigt, auch umliegende Häuser haben noch einiges von der Druckwelle abbekommen. Einiges aber verwirrt an dem jetzigen Anschlag, gab es doch im Vorfeld keine Warnung durch die Untergrundorganisation ETA, wie dies in der Vergangenheit stets der Fall war.

Gerade aber in der letzten Zeit war es wieder häufiger zu Anschlägen gekommen, nachdem sich auf politischer Ebene Entspannungen zwischen Spanien und dem autonomen Baskenland eingestellt hatten. Vielen radikalen Separatisten ist dies ein Dorn im Auge. Laut Polizeiangaben war die nun angegriffene Kaserne bereits seit einiger Zeit potentielles Ziel der ETA, insgesamt kamen seit Beginn des Kampfes 825 Menschen ums Leben.

Bild: YouTube

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