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Spanien: Die Revolution geht weiter

Die spanische Revolution soll fortgesetzt werden. Dies verkündeten die hauptsächlich jungen Protestierenden, die für bessere Zukunftschancen in Spanien auf die Straße gegangen waren. Derweil beklagt die sozialistische Regierungspartei nach den Kommunalwahlen am Sonntag herbe Verluste.

60.000 sollen am Wochenende landesweit erneut unter anderem gegen Arbeitslosigkeit, steigende Mieten und das Sparprogramm der Regierung demonstriert haben. In den großen Städten wie Madrid, Barcelona und Sevilla belagern Menschen seit Tagen die zentralen Plätze, um ihren Unmut über die Zustände in Spanien auszudrücken. Es sind vor allem junge Menschen die protestieren und endlich etwas in ihrem Land verändern wollen. Bei einer Jugendarbeitslosigkeit von 45 Prozent, haben viele von ihnen in Spanien keine Zukunftsperspektive. Die jetzigen Proteste sind dabei vielleicht die größte soziale Bewegung in Spanien seit dem Ende der Franco-Diktatur.

Die sich rasend schnell über das Internet ausbreitende spanische Revolution dürfte einen nicht unerheblichen Einfluss auf das äußerst schlechte Abschneiden der Sozialisten bei der Kommunalwahl gehabt haben. Zu Beginn der Proteste hatte Ministerpräsident Zapatero noch hart durchgreifen und die belagerten Plätze räumen wollen. Doch die Protestbewegung ist mittlerweile zu groß geworden, so dass die Polizei jegliche Eskalation vermeidet.

Auch wenn jetzt angekündigt wurde, dass die Proteste über die Kommunalwahlen hinaus fortgesetzt werden, ist es ungewiss, wie lange die Bewegung noch zusammenhält. Auch wenn überwiegend junge Menschen an den Protesten teilnehmen, so sind ihre Forderungen teilweise doch ziemlich unterschiedlich. Es bleibt nur zu hoffen, dass die spanische Revolution zu dauerhaften Veränderungen führt und die Zukunftsperspektiven spanischer Jugendlicher endlich verbessert werden.

Quelle: focus.de, abendblatt.de
Bild: youtube.com

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