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Spanien: Zoff wegen Kalender mit homosexuellen Jungfrauen-Ikonographien

Natürlich muss sich die katholische Kirche über das maßlos aufregen, was eine Vereinigung von Schwulen und Transsexuellen in der spanischen Hauptstadt Madrid nun auf den Markt bringen – einen Kalender mit stilisierten homosexuellen Jungfrauen-Ikonographien. Zu sehen sind z.B. eine schwarze, lesbische Madonna mit Diskokugel, nackte Transsexuelle mit Heiligenschein und vieles mehr.

In höchstem Maße säkular soll der neue Kalender der Schwulenszene daherkommen. Die katholische Kirche findet ihn in höchstem Maße beleidigend und spricht gar von einer "pinken Inquisition". Nicht unbedingt zu verwundern sind solche Reaktionen von einer in höchstem Maße konservativen Organisation wie der katholischen Kirche natürlich.

Wenn muskulöse Hirten mit Tätowierungen halbnackt und in homosexueller Pose dargestellt werden, barbusige Marien und mit Kreuzen behangene Heilige von entblößten Männern angebetet werden, dann kann das einem strengen Katholiken schon einmal mächtig aufstoßen... Dabei verfolgen die Macher des Kalenders auch eine klare politische Botschaft mit dem anstößigen Bildmaterial.

- Hier zum Kalender

Neben einer allgemeinen Problematisierung von Diskriminierung, geht es um eine Diskussion rund um Gleichberechtigung und Demokratie auf allen gesellschaftlichen Gebieten: "In Spanien leben Atheisten, Juden, Muslime – warum gibt es nicht eine säkularen internationalen Feiertag im Jahr für alle im Namen der Demokratie?", fragt Sprecher Raul Garcia. Außerdem gebe es in jedem Museum heute Kunst, die weitaus respektloser mit Jungfrauenbildern umginge als der neue Schwulen-Kalender.

Bild: Typicallyspanish.com

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