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Deutschland trauert um Peter Struck

Über 48 Jahre lang war Peter Struck in der SPD. Er schaffte es bis zum Verteidigungsminister in der Regierung von Bundeskanzler Gerhard Schröder. Am Mittwoch, 19. Dezember, ist Peter Struck im Alter von 69 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Parteiübergreifend reagierte man bestürzt über den Verlust. Am bekanntesten ist sein Satz: "Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt."

Die Familie des Verstorbenen gab an, dass Struck im Berliner Charité-Krankenhaus gestorben sei. 29 Jahre war der SPD-Politiker Mitglied des Bundestages. Zweimal bekleidete er das Amt des SPD-Fraktionschefs. Gerhard Schröder, unter dem Struck zum Verteidigungsminister aufstieg und sehr beliebt bei den Rekruten war, sagte über seinen alten Parteigenossen: "Auf sein Wort war immer Verlass. Er war ein gradliniger, verlässlicher und lebensfroher Niedersachse."

Auch in den Oppositionsparteien reagierte man mit Bestürzung. Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte Peter Struck als "bedeutenden Parlamentarier und großen Sozialdemokraten". Der heutige Verteidigungsminister Thomas de Maiziere sagte über seinen Vorgänger: "Er hat die Soldaten gemocht und sie ihn." Deutschland verliere einen authentischen und aufrechten Charakter, Struck habe wie kein Zweiter die Verteidigungspolitik Deutschlands verkörpert.

Auch die Grünen schätzen Strucks Verdienste sehr. Der Verstorbene sei einer der entscheidenden Männer gewesen, dass die rot-grüne Regierung so gut funktioniert habe, sagten die Grünen-Fraktionschefs Renate Künast und Jürgen Trittin. Und auch die FDP äußerte sich. Peter Struck sei ein prägender Kopf der Politik gewesen, so Wirtschaftsminister Philipp Rösler.

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