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SPD Politiker Tauss gibt Ankauf von Kinderpornomaterial zu

Der SPD-Politiker Jörg Tauss, der in den vergangenen Wochen in den Verdacht geraten war, sich Kinderpornos auch zum eigenen Konsum besorgt zu haben, gab nun zu, Videomaterial käuflich erworben zu haben. Allerdings besteht – wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet – Tauss darauf, dass dies ausnahmslos zu Recherchezwecken im Rahmen seines Kampfes gegen Kinderpornographie stattgefunden habe.

Gegenüber der Bild am Sonntag erklärte der Medienpolitiker Tauss, dass er insgesamt zweimal zu je 100 Euro solches Material erworben habe. Dazu musste er sich ein Pseudonym anlegen, geschickt wurden das Geld und die Videos postalisch. "Ich musste für meine Recherche über Kinderpornographie Material beschaffen. Da ich keins zum Tausch hatte, habe ich für die Beschaffung bezahlt", so Tauss.

Er sei komplett unschuldig und würde daher weiter hart um sein Bundestagsmandat kämpfen. Seine Partei, die SPD, sagte in Person der Landesvorsitzenden Ute Vogt, man wolle abwarten, ob es zu einer Anklage komme. Allerdings müsse man Jörg Tauss ein faires Verfahren geben. In diesem Verfahren spielt auch der aus Bremerhaven stammende Sascha H. eine wichtige Rolle. Er wurde als derjenige überführt, von dem Tauss die Kinderpornos erworben hatte.

Nachdem Tauss seine Parteiämter mit aufkommen der Affäre bereits niedergelegt hatte, ernannte die SPD Baden-Württemberg nun einen kommissarischen Nachfolger für das Amt des Generalsekretärs. Bereits am Samstag wurde der erst 36-jährige Friedrich von der Parteispitze mit 11 von 17 Stimmen nominiert. Erst beim Landesparteitag im November würde dann über einen echten Nachfolger abgestimmt. Der Fall Jörg Tauss und seine Verbindung zur Kinderpornographie wird nun in den kommenden Wochen verhandelt.

Bild: YouTube

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