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Spektakulärer Fund: Waren Jesus und Maria Magdalena ein Paar?

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Hatte Jesus wohlmöglich eine Frau? Der spektakuläre Fund eines Papyrus-Dokuments aus dem vierten Jahrhundert wirft bei Forschern neue Fragen über Jesus Verhältnis zu Frauen auf. Das Fragment – verfasst in koptischer Sprache – wurde als Dialog entschlüsselt, in dem Jesus angeblich über eine Frau spricht. Über die Herkunft des neuentdeckten Dokuments ist jedoch noch nichts bekannt.

Untersucht wurde das Fragment von Karen L. King, Historikerin an der Universität Harvard und Expertin für koptische Literatur. Ein privater Sammler, der anonym bleiben will, soll King um eine Übersetzung des Papyrus-Dokuments gebeten haben. Am Dienstag wurde das Fragment auf einem Kongress in Rom vorgestellt.

Das Schriftstück ist mit einer Größe von 3,8 mal 7,6 Zentimetern gerade mal unwesentlich größer als eine Visitenkarte. Die schwarze Schrift ist nur schwer zu entziffern und nur mit einem Vergrößerungsglas lesbar. Zuvor wurde das Jesus-Dokument von Papyrologen und Linguisten begutachtet. Laut der 'New York Times' ginge man nicht von einer Fälschung aus.

Doch was steht drin?

In dem Dokument heißt es in dem Dialog: "Jesus sagte zu ihnen, 'meine Frau'...". Diese Aussage sei als Hinweis zu verstehen, dass Jesus mit einer Frau liiert war. King identifizierte die Frau, auf die sich das Zitat beziehe, als Maria (Magdalena). Dass Jesus mit ihr verheiratet war, ginge – so King – aus dem Dokument allerdings nicht hervor. Schon seit Beginn des Christentums wird darüber spekuliert, ob Jesus mit Maria Magdalena verheiratet war oder ob es eventuell sogar einen weiblichen Jünger gab.

Forscher mahnen angesichts der unbekannten Herkunft des Dokuments allerdings zur Vorsicht. Weitere Untersuchungen des Jesus-Dokuments werden erforderlich sein und eventuell weitere Details ans Tageslicht bringen.

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