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Sprengstoffattentat in Moskauer U-Bahn

Beim schwersten Attentat in Moskau seit 2004 kamen mindestens 35 Menschen ums Leben. Offenbar zwei Selbstmordattentäterinnen sprengten sich an zwei verschiedenen Stellen in der Moskauer U-Bahn in die Luft. Zu der Tat bekannt hat sich bisher noch niemand.

Um 6 Uhr MESZ heute morgen ging der Terror in der Moskauer Metro los. Laut Focus online aktivierte die erste Selbstmordattentäterin ihren Sprengsatz in einer vollbesetzten U-Bahn am Bahnhof 'Lubjanka'. 22 Menschen und die Terroristin kamen dabei ums Leben. Die andere Attentäterin sprengte sich 40 Minuten später am Bahnof 'Park Kultury' in die Luft. Sie riss 13 Menschen mit in den Tod.

Der russische Geheimdienst FSB vermutet einen tschetschenischen Racheakt hinter diesem Anschlag. Die Attentäterinnen, die vermutlich Sprengstoffgürtel trugen, sollen laut Focus online aus der Konfliktregion Nordkaukasus stammen. Dort hatten russische Sicherheitskräfte zuletzt dutzende Rebellen getötet. Islamistische Terroristen aus dem Krisengebiet und dem früheren Kriegsgebiet Tschetschenien drohten damit, dass diese Tötungen gerächt werden würden.

Das Attentat galt vermutlich nicht nur Zivilisten, sondern es kann als Angriff auf den russischen Geheimdienst gewertet werden. Denn über dem Bahnhof 'Lubjanka' liegt das Hautquartier des FSB. Die Vorgehensweise der 'Banditen', wie die aus dem Krisengebiet stammenden islamistischen Terroristen in Russland genannt werden, erinnert an den Terroranschlag im Schnellzug 'Newski Express' vom November 2009. Das Sprengstoffattentat in der Moskauer U-Bahn, bei dem sich zwei Selbstmordattentäterinnen in die Luft sprengten, beweist einmal mehr, dass Russland ein immer größer werdendes Terrorproblem hat.

Bild: YouTube

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