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Stierkampfverbot in Katalonien

Am heutigen Mittwoch hat das katalanische Regionalparlament entschieden, dass die umstrittenen Stierkämpfe in der spanischen Region Katalonien ein für alle mal verboten werden. Das Verbot soll dann ab 2012 gelten. Das Votum contra Stierkampf fiel allerdings sehr knapp aus. 68 Parlamentarier stimmten gegen den Stierkampf, 55 wollten ihn beibehalten.

Katalonien ist die wirtschaftsstärkste Region in Spanien. Die Stierkämpfe haben dort eine große Tradition. Und das sei auch der Grund, warum ein Verbot hätte scheitern können, vermeldet das Magazin 'Stern'. Ein Meinungsforschungsinstitut in Barcelona habe sogar damit gerechnet, dass die Abstimmung pro Stierkampf ausfallen würde. Die Katalanen seien geschäftstüchtig und würden massive Umsatzeinbußen befürchten.

Anders sah dies der Sprecher einer der beiden großen regionalen Parteien. Josip Rull von der CiU glaubte fest an einen Sieg der Stierkampfgegner. Das zeuge auch nicht von einer antispanischen Haltung, sagte Rull laut dem Stern. Stierkampfbefürworter behaupten dies gerne. In England wäre es auch möglich gewesen, die Fuchsjagd zu verbieten, ohne der britischen Tradition eine Absage erteilt zu haben.

Tierschützer jubeln nun, dass sich die Stierkampfgegner durchgesetzt haben und die Abstimmung so ausgefallen ist, dass der umstrittene Sport ein für alle Mal verboten wird. Nun hoffen sie, dass andere spanische Regionen nachziehen. Ziel der Tierschützer ist es, Spanien stierkampffrei zu machen, Katalonien spielt jetzt dabei eine Vorreiterrolle, denn das katalonische Regionalparlament hat sich für ein Stierkampfverbot ausgesprochen.

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