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Strauss-Kahn: Einzelhaft und mysteriöses Alibi

Nach dem Vorwurf der versuchten Vergewaltigung befindet sich IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn weiterhin in U-Haft. Dazu wurde er auf die Gefängnisinsel Rikers Island bei New York verlegt. Eine Freilassung gegen eine Millionen Dollar Kaution lehnte die Richterin wegen Fluchtgefahr ab.

Auf der Gefängnisinsel, die von ihren Insassen auch als das neue Alcatraz bezeichnet wird, muss Strauss-Kahn, bis zu einer neuen Anhörung am Freitag, nun mit einer dreieinhalb mal vier Meter großen Einzelzelle Vorlieb nehmen. Da er als prominente Persönlichkeit eingestuft wurde, bleibt ihm die Unterbringung in einer 50-Mann Baracke, wie sie sich andere Häftlinge teilen müssen, erspart. Beim Hofgang wird der IWF-Chef von zwei Wächtern eskortiert.

Insgesamt werden Strauss-Kahn sechs Straftaten vorgeworfen. Bis zu 25 Jahre Haft könnte ihm allein für die sexuelle Belästigung ersten Grades drohen. Dominique Strauss-Kahn beteuert weiterhin seine Unschuld. Seine Anwälte wollen in Kürze Beweise dafür vorlegen. Französische Medien berichteten bereits, dass Strauss-Kahn für die Tatzeit ein Alibi haben könnte. So soll er bereits vor der vermeintlichen versuchten Vergewaltigung das Hotel verlassen haben und sich mit seiner Tochter zum Essen getroffen haben. Danach habe er einen Flieger nach Paris bestiegen, der schon seit Wochen gebucht gewesen war.

Ungeachtet des noch offenen Verfahrens wird von vielen Seiten schon über eine mögliche Nachfolge von Strauss-Kahn beim Internationalen Währungsfonds diskutiert. Als potentielle Nachfolger von Dominique Strauss-Kahn werden unter anderem Thomas Mirow und Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann genannt.

Quelle: ftd.de, spiegel.de
Bild: youtube.com 1 und 2

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