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Strauss-Kahn wird gegen Kaution freigelassen

Dominique Strauss-Kahn kommt nun doch gegen Kaution frei. Dies entschied am Donnerstag ein Richter gegen die Bedenken der Staatsanwaltschaft. Die Freilassung aus dem berüchtigten Inselgefängnis 'Rikers Island' ist jedoch mit strengen Auflagen verbunden.

So bleibt der Pass des ehemaligen IWF-Chefs weiter in Verwahrung der Behörden. Außerdem muss Strauss-Kahn eine elektronische Fußfessel tragen und wird unter Hausarrest gestellt. Dazu wird er rund um die Uhr von Sicherheitsleuten bewacht werden. Neben der zu zahlenden Kaution von einer Millionen Dollar muss Strauss-Kahn noch eine Versicherungspolice von fünf Millionen Dollar als Bürgschaft aufnehmen.

Dominique Strauss-Kahn soll nach der Anhörung erleichtert gewirkt haben. Doch diese Erleichterung dürfte nur von kurzer Dauer sein. Zwar ist Strauss-Kahn nun mehr oder weniger frei, zugleich hat der Richter bei der Anklageerhebung jedoch die sieben Anklagepunkte der Staatsanwaltschaft akzeptiert. Diese behauptet, dass die polizeilichen Untersuchungen die Aussagen der Hotelbediensteten bisher bestätigen und immer mehr Beweise gegen Strauss-Kahn auftauchten. Damit wird es in jedem Fall zu einem Prozess kommen, der Monate dauern könnte und manches intime Detail aus dem Leben Strauss-Kahns ans Licht bringen könnte.

Nach dem Vorwurf der versuchten Vergewaltigung war Strauss-Kahn am Mittwoch als Chef des IWF zurückgetreten. Die Diskussion um seine Nachfolge als Chef des einflussreichen Fonds wird derweil schärfer. Während der Posten in der Vergangenheit traditionell an einen Europäer ging, plädieren China und Brasilien für einen Kandidaten aus einem Schwellenland. Strauss-Kahn muss am 6. Juni erneut vor Gericht erscheinen, bis dahin bleibt er unter strengen Auflagen frei.

Quelle: spiegel.de, abendblatt.de
Bild: youtube.com

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