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Streik an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn: Das sollten Reisende jetzt wissen

Auch am Freitag müssen Reisende der Flughäfen in Düsseldorf und Köln/Bonn geduldig sein: Trotz massiver Kritik will das Sicherheitspersonal seinen Streik fortsetzen. Die Arbeitsniederlegung hatte am Donnerstag mit der Frühschicht um 4 Uhr morgens begonnen, es wurden deshalb bereits hunderte Flüge gestrichen.

Ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi sagte, Fluggäste müssen sich auf zahlreiche Verspätungen und Flugausfälle einstellen. Der Streik des Sicherheitspersonals soll fortgesetzt werden, denn die Frist sei verstrichen und die Arbeitgeber hätten noch immer kein besseres Angebot vorgelegt.

Der Streik hat zu zahlreichen Flugausfällen geführt. In Düsseldorf waren ursprünglich 528 Starts und Landungen geplant, davon sind nach Angaben eines Flughafensprechers 189 annuliert worden. Als annuliert gezählt worden sind auch die Flüge, die aufgrund des Streiks ohne Passiere gestartet sind. Von 171 geplanten Starts und Landungen in Köln fielen 48 aus, das entspricht in etwa einem Viertel. Außerdem gab es viele Verspätungen.

Angaben von Verdi zufolge sind etwa 400 Fluggastkontrolleure in den Streik gereten. Die Forderung lautet: Lohnerhöhung von 30 Prozent. Der Stundenlohn von einheitlich 16 Euro soll erreicht werden - derzeit liegt er bei höchstens 12,36 Euro. "Wir wollen diesen gesamten Bereich aus dem Niedriglohnsektor herausholen" lässt Verdi verlauten. Aber die Positionen sind weit voneinander entfernt und eine Schlichtung schwierig: Die Arbeitgeber haben nur 9 Prozent Lohnsteigerung angeboten.

Flughafenbetreiber und Fluggesellschaften wollen zurück an den Verhandlungstisch, die Gewerkschaft Verdi lehnt bisher ab. Es sei "maßlos, dafür die Passagiere in Geiselhaft zu nehmen und Flüge ausfallen zu lassen" , so Michael Engel, Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) und verlangte vom Bund die Überprüfung, ob nicht auch Privatunternehmen einzelne Aufgaben im Luftverkehr übernehmen könnten. Auch laut Flughafenverband ADV seien die Streiks inakzeptabel. Der Geschäftsführer Ralph Beisel forderte die Bundespolizei auf, mehr Personal aufzustellen, schließlich seien sie die eigentlich für die Kontrollen zuständige Behörde.

In Düsseldorf soll bis Freitag, 22 Uhr und Köln/Bonn bis 20 Uhr gestreikt werden. Danach soll die Nachtschicht wieder regulär ihre Arbeit aufnehmen.

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