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Studie - Angst liegt in den Genen

Eine Studie der Universität Bonn untersuchte jetzt das Verhältnis von Ängstlichkeit und Genen – und die kamen zu überraschenden Ergebnissen. Jeder vierte Europäer trägt eine bestimmte Genkombination in sich, die im Gehirn den Abbau von Signalsubstanzen verlangsamt und auf diese Weise schreckhaft macht.

Die besondere Genveränderung, so die Psychologen Christian Montag und Martin Reuter, müsse bei der Person in doppelter Ausführung vorhanden sein, dann käme es zu gesteigerter Ängstlichkeit und Schreckhaftigkeit.

In der Studie untersuchten sie 96 Frauen, die alle die Genveränderung besaßen – und diejenigen, bei denen das Gen in doppelter Ausführung vorkam, zeigten besondere Anfälligkeit für Schrecken. Diese wurde anhand des Augenzwinkerns in einem Test nachgewiesen.

Beim Betrachten harmloser Fotos von Blumen oder Tieren wurden sie durch schrille Töne erschreckt. ”Frauen, welche das Angst-Gen in doppelter Ausführung trugen, blinzelten weitaus stärker als Frauen der anderen Kontrollgruppe”, sagte Christian Montag. Die Forscher erhoffen sich nun weitere Erkenntnisse und für die Zukunft bessere Therapiemöglichkeit bei Angstzuständen und ähnlichen Neurosen.

Quelle: Focus-Online
Bild: paper or plastic(Flickr)

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