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Studie: Karriere oder Familie? Studenten verzichten lieber auf Kinder

Eine Studie zu Studenten zeigt, dass Studenten eine Karriere der Familienplanung vorziehen. Die neuesten Zahlen der "Continental Studentenumfrage" belegen, dass heutige Studenten sich ganz bewusst nicht unbedingt als die Eltern von morgen sehen. Die Studie zu Studenten wird seit fünf Jahren durchgeführt und untersucht Meinungen zu Karriere, Hochschulen und gesellschaftlichen Themen wie Familienplanung.

Insgesamt sagen knapp 24% der 1.000 Befragten, dass sie für eine erfüllte Karriere auf das Familienleben bzw. die Gründung einer Familie verzichten würden. Das sind 7,2% mehr als noch vor 2 Jahren. Von den drei Vierteln der Befragten, die sich Kinder wünschen, planen mehr als die Hälfte das Ereignis in die Jahre zwischen 30 und 35 zu legen. Knapp 32% der Frauen wünschen sich allerdings schon ein Kind zu bekommen, bevor sie 30 sind. Die möglichen Überschneidungen mit dem Studium erfordern Modelle, die Hochschule, Familie und Beruf unter einen Hut bringen.

Solche, die studieren und auf lange oder kurze Sicht eine Familie planen, machen sich nicht von staatlichen Förderungen abhängig. Mehr als zwei Drittel sagen, die Einführung des Kindergeldes habe keinen Einfluss auf ihre Planung, ca. 13% wissen die finanziellen Sicherheiten dennoch zu schätzen. Besondere Arbeitsmodelle, um sich für später Familienzeit anzusparen werden eher abgelehnt. 17,5% können sich gar nicht vorstellen zu so einem Zweck bis zu 50 Wochenstunden zu arbeiten, bevor sie eine Familie gründen. Hingegen könnten sich mehr als 80% mit gelegentlicher Sonntagsarbeit anfreunden, in den Zahlen zeigen sich deutlich mehr Karriereziele als Familienwunsch.

Die befragten Studenten legen auch weniger Wert auf geregelte Arbeitszeiten. Viel mehr wollen sie die Möglichkeit haben, Arbeit und Freizeit planen zu können. Nur noch knapp 30% würden nach einem Arbeitsplatzverlust eine schlechter bezahlte Stelle annehmen, 26,9% würden das auf keinen Fall machen. Die Ansprüche wachsen. Da macht man sich gerne unabhängig von zusätzlichen Verantwortungen. Heutige Studenten sehen sich anscheinend als Durchstarter von morgen, Familienplanung spielt bei der Karriereplanung nur noch eine untergeordnete Rolle.

Quelle: Welt Online
Bild: Banalities, Toshimasa Ishibashi (Flickr)

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